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Grundsteuer wird 2016 angehoben

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 10.12.2015

Einige Kommunen werden die Grundsteuer im kommenden Jahr deutlich anheben. Das liegt einerseits an Finanznöten, kommt andererseits aber auch durch den kommunalen Finanzausgleich zustande. Dieser zwingt auch wohlhabendere Kommunen zu einer Erhöhung der Grundsteuer, um Unterstützung für finanziell schwächere Gemeinden zu erhalten.

Die sogenannte Grundsteuer B wird nach Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) im kommenden Jahr in vielen Kommunen erhöht. Das hat eine Stichprobe der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ ergeben. Damit reagieren diese auf finanzielle Engpässe. Gleichzeitig sorgt in manchen Städten auch der kommunale Finanzausgleich dafür, dass eine Erhöhung stattfinden muss.

Grundsteuer steigt mancherorts um rund 25 Prozent

Die Grundsteuer B fällt auf den Besitz von Grundstücken und Gebäuden an. 2016 soll sie in vielen Kommunen steigen. So plant Wilhelmshaven eine Erhöhung um 25 Prozent, Mönchengladbach um 23 Prozent und Bochum um 24 Prozent. Das entspricht in Bochum einem Hebesatz von 800 Prozent. Die Ruhr-Metropole wird dadurch neben Duisburg und Berlin eine der Städte mit der höchsten Grundsteuer in der Bundesrepublik sein. In Bremen werden Hausbesitzer künftig 20 Prozent mehr bezahlen müssen, in Bremerhaven 22 Prozent. Auch zahlreiche kleinere Gemeinden, vornehmlich in Nordrhein-Westfalen, planen eine Anhebung der Grundsteuer.

In Thüringen ist außerdem eine Erhöhung der Grunderwerbsteuer auf 6,5 Prozent denkbar. Sie steht im Landtag zur Abstimmung und würde Thüringen in dieser Hinsicht neben Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland zu einem der teuersten Bundesländer für potenzielle Bauherren machen.

Finanzausgleich zwingt zu Erhöhungen

Nicht immer sind finanzielle Nöte der Kommunen der Grund für die Erhöhung der Grundsteuer. Häufig ist auch der kommunale Finanzausgleich ein Faktor: Denn wenn Gemeinden einen besonders niedrigen Hebesatz auf ihre Steuern anwenden, werden sie durch den Finanzausgleich gezwungen, ihre Hebesätze ebenfalls zu erhöhen. So werden auch wohlhabende Gemeinden genötigt, ihre Grundsteuer anzuheben, um wiederum finanziell schwächere Gemeinden zu unterstützen. Experten vermuten, dass auch weiterhin mit steigenden Sätzen bei der Grundsteuer zu rechnen ist.

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