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Höherer Verspätungszuschlag bei Steuererklärung

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 11.05.2016

Ein neues Gesetz bringt Änderungen beim Verspätungszuschlag: Künftig soll er ab dem ersten Tag fällig werden, um den Bundesbürger die Abgabefrist für ihre Steuererklärung überschreiten. Das Steuermodernisierungsgesetz, das ab 2017 gilt, soll außerdem dafür sorgen, dass mehr Menschen eine elektronische Steuererklärung abgeben.

Das Steuermodernisierungsgesetz, das Mitte Mai vom Bundestag verabschiedet wird, bringt einige Änderungen mit sich. So wird der Verspätungszuschlag, der für eine Abgabe nach Ablauf der vorgeschriebenen Frist fällig wird, künftig 25 Euro für jeden angefangenen Monat betragen. Außerdem sollen Bürger und Finanzämter durch die elektronische Steuererklärung und ihre Möglichkeiten zu größerer Automatisierung stärker entlastet werden.

Verspätungszuschlag wird gesetzlich festgelegt

Bislang haben die Finanzämter einen Ermessensspielraum, wenn es um die Bestimmung des Zuschlags für eine verspätet abgegebene Steuererklärung geht. Wenn ab dem 1. Januar 2017 das Steuermodernisierungsgesetz gilt, ändert sich das: Wer dann nach dem 31. Mai abgibt, muss für jeden angefangenen Monat einen Verspätungszuschlag von 25 Euro zahlen. Das gilt bereits ab dem ersten Tag und der Betrag wird automatisch eingefordert. Bislang wurde eine geringfügige Verspätung häufig nicht mit einem Zuschlag bestraft.

Ursprünglich war mit Einführung des Gesetzes sogar ein Verspätungszuschlag von 50 Euro für jeden angefangenen Monat vorgesehen, die SPD-Bundestagsfraktion sprach sich aber dagegen aus und war damit erfolgreich. Wer die Erklärung von einem Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein erstellen lässt, hat künftig sogar bis Ende Februar des übernächsten Jahres Zeit – statt wie bisher bis zum 31. Dezember des nächsten Jahres.

Elektronische Steuererklärung soll unterstützt werden

Das Steuermodernisierungsgesetz soll aber auch dazu dienen, mehr Bürger zur Abgabe einer elektronischen Steuererklärung zu bewegen. Bislang nutzen viele Bundesbürger das „Elster“-System nicht, sondern geben weiterhin Formulare auf Papier ab. Künftig soll es deshalb nicht mehr nötig sein, das Formular für die elektronische Steuererklärung nach dem Ausfüllen trotzdem auszudrucken und beim Finanzamt abzugeben. Auch Quittungen müssen dann nur noch auf Verlangen eingereicht werden.

Außerdem soll das Formular für die elektronische Steuererklärung teilweise vorausgefüllt sein und Steuernummer, Kontonummer und Sozialversicherungsbeiträge bereits enthalten. Durch die größere Automatisierung soll sich die Bearbeitungszeit verringern, sodass Steuerzahler mit einer schnelleren Rückzahlung auf ihrem Girokonto rechnen können. Eine Pflicht, das „Elster“-Verfahren zu nutzen, wird es aber auch mit der Einführung des Gesetzes nicht geben. Es gilt ab 1. Januar 2017, allerdings gibt es eine Übergangsfrist bis 2022.

Quelle: Tagesspiegel

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