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Hohe Immobilienpreise treiben Familien aufs Land

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 20.03.2015

Immer mehr Familien verlassen die Großstädte, um sich im Umland den Traum vom Eigenheim zu verwirklichen. Die Preisschere zwischen Metropolen und Umland ist enorm. Doch die Immobilienpreise sind nicht der einzige Grund, aus welchem das Wohnen im sogenannten Speckgürtel immer beliebter wird, denn außerhalb der Metropolen lockt eine höhere Lebensqualität.

Angesichts der hohen Immobilienpreise in deutschen Großstädten wandern immer mehr Familien ins Umland ab. Wie die „Welt“ berichtet, zeichnet sich bundesweit ein Trend zum Wohnen im Speckgürtel von Metropolen ab.

Um 40 Prozent günstiger Immobilienpreise im Umland

So verliert Hamburg beispielsweise seit einigen Jahren jeden Monat mehr Einwohner an angrenzende Landkreise in Niedersachsen und Schleswig-Holstein, als Neubürger von dort zuziehen. Vor allem Familien, die sich ein Eigenheim wünschen, verlassen die Hansestadt. Trotz günstiger Baufinanzierungen ist Wohneigentum in Hamburg nach einem Preisanstieg um durchschnittlich rund 40 Prozent in den vergangenen fünf Jahren für viele Haushalte kaum bezahlbar. „Im Schnitt müssen Käufer für den Quadratmeter heute rund 5.900 Euro zahlen“, sagt Frank Stolz, Bereichsleiter Neubau beim Maklerhaus Grossmann & Berger. Im angrenzenden niedersächsischen Landkreis Harburg liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Einfamilienhäuser bei 1.900 Euro, Eigentumswohnungen sind im Mittel bereits für 1.600 Euro zu haben.

Immobilienpreise nicht alleiniger Grund für Stadtflucht

Auch in Bezug auf andere deutsche Metropolen ließen sich ähnliche Unterschiede bei den Immobilienpreisen erkennen. So ist auch in Berlin und Frankfurt eine Abwanderung in die ländliche Peripherie zu beobachten. „Wir erleben eine neue Suburbanisierungswelle“, sagt Günter Vornholz, Professor für Immobilienökonomie an der EBZ Business School in Bochum. Experten gehen davon aus, dass die günstigeren Immobilienpreise nicht der einzige Grund für die zunehmende Stadtflucht sind.

Immobilienkäufer fänden im Umland auch mehr Lebensqualität, erklärt Peter-Georg Wagner, Researcher des Immobilienverbands Deutschland (IVD). Sogar Einkäufe seien auf dem Land einfacher zu erledigen als in den Metropolen, da es inzwischen in jedem Ort in den Speckgürteln ein Nahversorgungszentrum gebe. Zudem könne der Wocheneinkauf bequem mit dem Auto bis vor die eigene Tür transportiert werden, während Großstädter häufig nach längerer Parkplatzsuche Hunderte an Metern schleppen müssten.

Gute Chancen auf Wertzuwächse für Immobilien im Speckgürtel

Der Trend zum Wohnen im Speckgürtel der Großstädte schlägt sich mittlerweile auch hier auf die Immobilienpreise nieder. Da die Kosten für Wohneigentum in der Peripherie im Allgemeinen jedoch immer noch deutlich günstiger sind als in den angrenzenden Metropolen, bestünden hier noch gute Chancen auf Wertzuwächse, sagt Tobias Just, Professor für Immobilienwirtschaft der an Universität Regensburg.

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