Unabhängige Finanz- und Versicherungsvergleiche

Identitätsdiebstahl: SCHUFA startet Warnsystem

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 05.09.2016

Ein neues System der SCHUFA soll künftig Identitätsdiebstahl erschweren. Opfer von Datenmissbrauch können diese Information in ihren SCHUFA-Eintrag aufnehmen lassen und so gewarnt werden, wenn ein neuer Betrugsversuch erfolgt. Auch Händler können sich damit vor Verlusten schützen können.

Wer Opfer eines Identitätsdiebstahls geworden ist, kann den Vorfall künftig an die SCHUFA melden und so möglicherweise verhindern, dass weitere Betrugsversuche mit den gestohlenen Daten Erfolg haben. Die Auskunftei will mit der neuen Möglichkeit sowohl Verbraucher als auch Händler vor Datenmissbrauch schützen.

Identitätsdiebstahl kann gemeldet werden

Ab September 2016 erfolgt die Erweiterung der SCHUFA-Auskunft für von Identitätsdiebstahl betroffene Verbraucher. Über ein Formular soll der Missbrauch persönlicher Daten an die SCHUFA gemeldet werden können. Die Information soll dann der Auskunft hinzugefügt und an die Vertragspartner der Auskunftei weitergegeben werden, wenn sie die Identität und Bonität eines potenziellen Kunden überprüfen. Onlinehändler oder Telekommunikationsanbieter haben dann die Möglichkeit, sich noch einmal zu versichern, ob die jeweilige Person tatsächlich selbst bestellt hat oder ob es sich um einen erneuten Betrugsversuch des Identitätsdiebs handelt. Bei der Meldung an die SCHUFA müssen Betroffene ihre persönlichen Daten und ihre Anschrift angeben sowie Kopien von Personalausweis oder Reisepass einreichen. Auch ein Beleg über die gestellte Strafanzeige sollte beigelegt werden. Wenn Händler durch Datenmissbrauch Verluste erlitten haben, können sie das Opfer des Identitätsdiebstahls allerdings nicht eigenmächtig bei der SCHUFA melden.

Datenmissbrauch wird erschwert

Der Eintrag bleibt für vier Jahre bestehen und wird anschließend gelöscht – auf Wunsch der betroffenen Person allerdings auch schon früher. Da viele Onlinehändler und alle Kreditinstitute mittlerweile die Identität von Neukunden überprüfen, könnte das neue System einige Fälle von Datenmissbrauch verhindern. Betrüger versuchen zum Beispiel, unter dem Namen einer anderen Person ein Girokonto zu eröffnen und dieses für kriminelle Aktivitäten zu nutzen. Auch Betrug mit Kreditkarten kommt immer wieder vor. Betroffene merken oft erst spät, dass ein Identitätsdiebstahl stattgefunden hat. Nämlich dann, wenn sie Mahnungen über die ausbleibenden Zahlungen für Waren erhalten, die sie selbst nie bestellt haben.

Quelle: Wirtschaftswoche

Aktuelle Finanznews

Finanzverwaltung warnt vor Phishing-Mails
Finanzverwaltung warnt vor Phishing-Mails
Online-Betrüger haben offenbar deutsche Steuerzahler als vielversprechende neue Zielgruppe entdeckt. Aktuell tauchen vermehrt Phishing-Mails von vermeintlichen Finanzämtern auf, die die Empfänger zur Preisgabe...
Offenlegungspflicht für Steuersparmodelle geplant
Offenlegungspflicht für Steuersparmodelle geplant
Komplexe Steuersparmodelle helfen vor allem Vermögenden, mehr von ihrem Geld zu behalten. Wie im Fall der Panama Papers erkennen die Regierungen solche Steuervermeidungsstrategien erst spät. Dagegen soll...
Teure Basiskonten: Verbraucherzentrale mahnt ab
Teure Basiskonten: Verbraucherzentrale mahnt ab
Basiskonten sollen insbesondere Obdachlosen und Flüchtlingen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erleichtern und für eine bessere Integration sorgen. Inzwischen sind Banken und Sparkassen verpflichtet,...

FinanceScout24 Newsletter

Jetzt anmelden und 100 € Amazon Gutschein gewinnen