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Ifo-Geschäftsklimaindex: Brexit hat kaum Einfluss

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 27.07.2016

Nach dem Brexit-Votum ist der Ifo-Geschäftsklimaindex im Juli nur geringfügig gefallen. Dafür sind vor allem die in manchen Branchen weniger optimistischen Geschäftserwartungen verantwortlich. Ihre aktuelle Lage beurteilen viele deutsche Unternehmen aber noch positiv.

Der Ifo-Geschäftsklimaindex, den das Münchener Ifo-Institut monatlich erhebt, ist im Kontext des Brexit-Votums weniger stark gefallen, als Experten vermutet hatten. Das Institut befragt monatlich rund 7.000 deutsche Unternehmen nach ihrer aktuellen Geschäftslage und ihren Erwartungen für die nächsten sechs Monate. Daraus wird der Index berechnet, der einen wichtigen Konjunkturindikator darstellt.

Deutsche Unternehmen sind zufrieden mit ihrer Lage

Nachdem der Ifo-Geschäftsklimaindex im Juni bei 108,7 Punkten lag, ist er im Juli auf 108,3 Punkte gefallen. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) berichtet, hatten von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen einen Abstieg auf 107,5 Punkte erwartet. Die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage hat sich im Vergleich zum Vormonat teilweise aber sogar noch etwas verbessert: Deutsche Unternehmen aus der Industrie haben eine gestiegene Kapazitätsauslastung zu vermelden und auch der Einzelhandel zeigt sich zufriedener als noch im Juni. Das Ergebnis des Brexit-Votums scheint die Unternehmen also aktuell nicht schwer zu treffen. „ Die deutsche Konjunktur zeigt sich widerstandsfähig“, resümiert Ifo-Präsident Clemens Fuest.

Ifo-Geschäftsklimaindex vor allem durch Erwartungen getrübt

Dagegen sind die Erwartungen der Firmen in den meisten Branchen etwas eingetrübt und sorgen für den leichten Einbruch des Indexes. Besonders die Automobilbranche ist pessimistisch. Doch auch das verarbeitende Gewerbe insgesamt ist für das kommende halbe Jahr weniger zuversichtlich. Auch der Einzelhandel korrigierte seine Prognose nach unten. Das Baugewerbe blickt dagegen wie bereits in den vergangenen Monaten optimistisch in die Zukunft. Für deutsche Unternehmen ist laut der FAZ nach dem Brexit vor allem zu erwarten, dass durch die drohende britische Rezession die Nachfrage nach deutschen Produkten sinkt und Exporteure Geschäftseinbußen hinnehmen müssen.

Quellen: Ifo-Institut, FAZ

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