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Ifo-Geschäftsklimaindex weiter gefallen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 28.01.2016

Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist im Januar erneut gefallen. Er wird jeden Monat neu ermittelt und stellt einen Indikator für die aktuelle Wirtschaftslage dar. Dafür werden mehrere tausend Manager aus unterschiedlichen Wirtschaftszweigen zu ihrer Einschätzung der aktuellen Geschäftslage und ihren Prognosen für die nächsten Monate befragt.

Der Ifo-Geschäftsklimaindex, der monatlich vom Ifo-Institut in München erstellt wird, ist im Januar weiter gefallen und erreicht aktuell einen Wert von 107,3 Punkten. Die deutsche Wirtschaft blickt also mit gemischten Gefühlen in das Jahr 2016. Die aktuelle Geschäftslage wird zwar als gut eingeschätzt, die Prognosen für die weitere Entwicklung fallen aber pessimistischer aus als noch im Dezember, als der Index bei 108,6 Punkten lag. Bereits damals war er im Vergleich zum November gefallen.

Ifo-Geschäftsklimaindex als Konjunkturindikator

Für den Ifo-Geschäftsklimaindex werden monatlich rund 7.000 Manager aus dem verarbeitenden Gewerbe, dem Bauhauptgewerbe, dem Großhandel und dem Einzelhandel befragt. Einerseits sollen sie ihre aktuelle Geschäftslage beurteilen, andererseits aber auch Prognosen für die weitere Entwicklung innerhalb der nächsten sechs Monate abgeben. Aus den Werten für die einzelnen Branchen erstellt das Ifo-Institut den Geschäftsklimaindex für die deutsche Gesamtwirtschaft, der als wichtiger Indikator für die konjunkturelle Entwicklung gilt.

Bereits im Dezember war der Index gesunken, nun sorgen laut „Handelsblatt“ unter anderem Börsenturbulenzen und der Konjunkturrückgang in China für einen weiteren Fall. Andererseits steigt durch die geringe Arbeitslosigkeit und den niedrigen Öl- und Benzinpreis die Konsumlaune in Deutschland, was eigentlich ein Anlass für positive Prognosen wäre.

Prognosen der einzelnen Branchen im Ifo-Geschäftsklimaindex fallen unterschiedlich aus

Die Einschätzung der Chefetagen der Unternehmen ist allerdings nicht in allen Wirtschaftszweigen gleich: Im verarbeitenden Gewerbe erreicht der Index den tiefsten Wert seit einem Jahr. Hier hat sich die Lageeinschätzung leicht verschlechtert und die Prognosen sind deutlich gesunken. Zwar profitiert die chemische Industrie vom niedrigen Ölpreis, andere Branchen sehen sich aber mit schlechteren Exportaussichten konfrontiert.

Auch im Bauhauptgewerbe ist der Index gefallen, hier waren allerdings die negativen Erwartungen ausschlaggebend – die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage fiel so positiv aus wie seit zwei Jahren nicht mehr. Einen Anstieg des Indizes gab es nur im Großhandel, wo die aktuelle Lage besonders positiv bewertet wurde und so die leicht gesunkenen Erwartungen ausgleichen konnte.

Im Einzelhandel war es dagegen umgekehrt: Die Zufriedenheit mit der aktuellen Geschäftslage sank etwas, dafür entwickelten sich die Prognosen positiv. Insgesamt veränderte sich der Index im Vergleich zum Vormonat dadurch nicht.

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