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Ifo-Index für die Weltwirtschaft weiter gesunken

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 15.02.2016

Der Ifo-Index für die Weltwirtschaft ist im ersten Quartal 2016 gesunken – und entfernt sich damit weiter vom langfristigen Durchschnitt. Nicht in allen Regionen hat sich der Index jedoch verringert – gerade Europa steht vergleichsweise gut da. Die Erwartungen an die Zinsentwicklung indes sind unverändert.

Der Ifo-Index für die Weltwirtschaft ist im ersten Quartal des Jahres 2016 gesunken – dies geht aus einer Vorabinformation zur „Ifo World Economic Survey“ (WES) hervor. Demnach sank der Ifo-Index im ersten Jahresquartal 2016 auf 87,8 Punkte, während er im Vorquartal noch bei 89,6 Punkten gelegen hatte. Der langfristige Durchschnitt beträgt 96,1 Punkte – von diesem Wert entfernte sich der Index im untersuchten Quartal also weiter.

Ifo-Index: Zurückhaltende Aussichten für die Weltwirtschaft

Entsprechend sind die Erwartungen an die Entwicklung der Weltwirtschaft allgemein weniger positiv als im vorherigen Quartal. Die sinkenden Ölpreise scheinen sich grundsätzlich nicht positiv auf die Konjunktur auszuwirken. Unverändert dagegen die Erwartungen an die Zinsentwicklung:  Das Ifo-Institut erwartet demnach kaum Anhebungen bei den kurzfristigen Zinsen, die langfristigen Zinsen sollten jedoch auch in Zukunft weiter langsam ansteigen.

Für die regelmäßige, vierteljährliche Erhebung des Indexes für die Weltwirtschaft befragt das Ifo-Institut seit 1981 jeweils Experten aus unterschiedlichen Ländern zu verschiedenen Wirtschaftsdaten, etwa der Konjunkturentwicklung ihres jeweiligen Beobachtungsbereichs. An der aktuellen Befragung haben beispielsweise 1.085 Personen aus 120 Ländern teilgenommen.

Entwicklung der Weltwirtschaft: Unterschiede im internationalen Vergleich

Der Ifo-Index sank nicht in allen beurteilten Ländern. Entsprechend unterschiedlich fiel die Entwicklung des Wirtschaftsklimas international aus. So unterschritt der Ifo-Index in Europa nicht den langfristigen Durchschnitt, in sämtlichen anderen Regionen war dies jedoch der Fall. Grundsätzlich verschlechterte sich das Klima der Weltwirtschaft in vielen Regionen, Ausnahmen sind hier lediglich Lateinamerika, Asien und Ozeanien. In Asien und Lateinamerika stieg der Ifo-Index leicht, in Ozeanien stabilisierte er sich.

Weltwirtschaftsindex deckt sich mit Ifo-Geschäftsklimaindex

Der weiter gesunkene Ifo-Index geht einher mit einer aktuell ebenfalls negativen Entwicklung des Ifo-Geschäftsklimaindexes. Dieser wird monatlich vom Ifo-Institut für Deutschland erstellt und gilt als wichtiger Konjunkturindikator. Auch dieser Wert war sowohl im Dezember 2015 als auch im Januar 2016 gefallen.

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