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Immer mehr Deutsche arbeiten im Rentenalter weiter

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 12.05.2015

Mit Erreichen der Regelaltersgrenze ist für viele Arbeitnehmer in Deutschland lange noch nicht Schluss: Der Anteil der Personen, die auch im Rentenalter weiterarbeiten, hat sich in den vergangenen Jahren mehr als verdoppelt. Vor allem Senioren mit hohem Bildungsabschluss arbeiten länger. Geld scheint nicht die vorrangige Motivation für die Erwerbstätigkeit im Rentenalter zu sein.

Immer mehr Bundesbürger arbeiten auch über den Eintritt ins Rentenalter hinaus. Dies geht aus einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hervor, die auf Daten der statistischen Ämter des Bundes und der Länder basiert.

Anteil Erwerbstätiger im Rentenalter hat sich verdoppelt

Der Anteil der Erwerbstätigen zwischen 65 und 74 Jahren hat sich der Untersuchung zufolge in den vergangenen Jahren mehr als verdoppelt. Während im Jahr 2000 nur 3,7 Prozent dieser Altersgruppe noch gearbeitet haben, waren es 2013, dem letzten Jahr des Untersuchungszeitraums, bereits 8,7 Prozent. Dabei gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern: 10,5 Prozent der Männer oberhalb der Regelaltersgrenze sind noch erwerbstätig, bei den Frauen ist der Anteil mit 5,5 Prozent nur etwa halb so hoch. Zudem ist die wöchentliche Arbeitszeit von Frauen im Rentenalter im Schnitt geringer – gut die Hälfte arbeitet weniger als zehn Stunden, bei den Männern liegt der Anteil nur bei 35,5 Prozent. Rund ein Drittel der Männer arbeitet auch nach Erreichen der Regelaltersgrenze noch in Vollzeit.

Geldmangel kein Grund für Arbeit im Rentenalter

Geld scheint nicht das ausschlaggebende Argument für die Erwerbstätigkeit nach Erreichen des Rentenalters zu sein. 2012 verfügte knapp ein Viertel der Erwerbstätigen über ein monatliches Haushaltsnettoeinkommen von über 4.500 Euro. In der Gruppe mit einem Haushaltsnettoeinkommen von weniger als 1.100 waren hingegen nur knapp fünf Prozent nach Erreichen der Regelaltersgrenze noch erwerbstätig. Die Tatsache, dass die Erwerbstätigenquote von über 65-Jährigen bei Personen mit hohem Bildungsabschluss besonders hoch ist, legt nahe, dass hier vor allem Spaß an der Arbeit und Selbstverwirklichung die Motivation für den Verbleib im Erwerbsleben ist.

Erwerbstätigenquoten von Fachkräften 65 plus nach Abschlussniveau

„Die Menschen gehen im höheren Alter also nicht arbeiten, weil ihre Rente nicht reicht, sondern weil sie sehr gute Beschäftigungs- und Einkommensperspektiven haben“, erklärt IW-Direktor Hüther in einer Pressemitteilung. Insbesondere Arbeitnehmer, die ihren Ruhestand ohne Arbeit genießen wollen, sollten sich dennoch möglichst frühzeitig um eine zusätzliche private Altersvorsorge bemühen. Die gesetzliche Rente reicht bereits jetzt häufig nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard im Alter zu halten. Und aufgrund des demografischen Wandels könnte das Rentenniveau in Zukunft noch deutlich sinken.

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