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Immobilienpreise in Großstädten weiter gestiegen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 26.08.2015

Deutscher Wohnraum ist bei ausländischen Investoren sehr begehrt. Die Immobilienpreise sind im zweiten Quartal 2015 um fast fünf Prozent angestiegen. Die stabile Wirtschaftslage und der schwache Euro machen den deutschen Immobilienmarkt im Ausland beliebt. Doch das sind nicht die einzigen Gründe, warum die deutsche Metropolen in puncto Immobilienpreisen zu Städten wie Paris und London aufschließen.

Die Immobilienpreise sind von April bis Juni dieses Jahres weiter gestiegen. Um sechs Prozent haben die Preise für Wohnimmobilien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zugenommen. Das geht aus den neuen Zahlen des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (VDP) hervor, über welche die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) berichtet. Betroffen sind vor allem Großstädte wie Berlin, Hamburg und München. Bei gewerblich genutzten Immobilien fällt die Teuerung nicht ganz so hoch aus, weshalb die Steigerungsrate insgesamt 4,9 Prozent beträgt.

Die größte Nachfrage besteht bei Mehrfamilienhäusern

Nach Angaben des VDP treibt vor allem die große Nachfrage ausländischer Investoren die Immobilienpreise in die Höhe. Besonders begehrt sind dabei Mehrfamilienhäuser. Sie sind um 7,6 Prozent teurer geworden. Die Preise für selbst genutzten Wohnraum sind um 4,4 Prozent gestiegen, für Büromobilien um 0,8 Prozent und für Einzelhandelsimmobilien um 3,0 Prozent. Der Verband, in dem die größten Anbieter von Immobilienfinanzierung organisiert sind, bezeichnet die Nachfrage nach Immobilien in Deutschland als enorm. Seit dem dritten Quartal 2014 liegt der Preisanstieg permanent bei mehr als fünf Prozent. Derartig hohe Werte gab es nie zuvor.

Immobilienpreise in Metropolen überbewertet

Die Ratingagentur Standard & Poor‘s hat laut „FAZ“ berechnet, dass die Immobilienpreise in Deutschland seit 2009 um 20 Prozent gestiegen sind. Betrachtet man nur die Metropolen Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf, so beträgt der Anstieg sogar 46 Prozent. Die Bundesbank geht davon aus, dass die Preise um bis zu 20 Prozent überbewertet sind.

Warum Deutschland für ausländische Investoren attraktiv ist

Als Gründe für die Attraktivität deutscher Immobilien im Ausland führt der VDP die stabile wirtschaftliche Lage der Bundesrepublik, den schwachen Euro und den relativ transparenten Immobilienmarkt an. Die Immobilienpreise sind auch so hoch, weil Wohnraum nach wie vor knapp ist. Auch der Anstieg an Neubauten kann die Wohnungsknappheit, die vor allem in Großstädten herrscht, nicht decken. Die hohe Nachfrage bei relativ geringem Angebot lässt die Immobilienpreise steigen. Im Vergleich zu europäischen Metropolen wie Paris, London oder Rom sind die Preise in Deutschland zudem noch vergleichsweise moderat, was zusätzlich Investoren aus dem Ausland anzieht.

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