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Immobilienindex: Mietpreise steigen weiter

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 23.09.2015

Der Boom auf dem Wohnungsmarkt ist ungebrochen. Laut Immobilienindex des IW Köln und des Handelsblattes geht die Branche von weiter steigenden Kauf- und Mietpreisen aus. Ein Grund dafür ist die nach wie vor ungebrochene Nachfrage ausländischer Investoren. Auch der Flüchtlingszustrom sorgt dafür, dass Wohnraum in Deutschland bald noch begehrter sein wird.

Fast drei Viertel der Investoren und Projektentwickler gehen davon aus, dass die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland weiter steigen werden. Das geht aus dem aktuellen Immobilienindex des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) und des Handelsblattes hervor. Das Handelsblatt und das IW Köln befragen alle drei Monate 130 Unternehmen aus der Immobilienbranche zur Geschäftslage und ihren Erwartungen. Die Hälfte der Befragten geht von weiter steigenden Mietpreisen aus. 70 Prozent wollen weitere Immobilien erwerben und gehen trotz der hohen Kaufpreise von einem Gewinngeschäft aus.

Gründe für steigende Mietpreise

Besonders in deutschen Großstädten, allen voran Berlin, würden die stetig steigenden Kauf- und Mietpreise auf eine gesunde Entwicklung der Immobilienmärkte hinweisen, erklärt Jacopo Mingazzini, der als Vorstand der Accentro Real Estate ebenfalls für den Immobilienindex befragt wurde, gegenüber dem Handelsblatt. Einer der Gründe: Trotz der Mietpreisbremse, welche die Steigerung der Mietpreise per Gesetz deckelt, sind deutsche Immobilien bei ausländischen Investoren beliebt.  Auch die Flüchtlingskrise trägt dazu bei, dass die Nachfrage künftig alles andere als nachlassen dürfte. Die oft notdürftig in Zelten untergebrachten Schutzsuchenden benötigen noch vor Wintereinbruch ein festes Dach über dem Kopf. Sobald die Asylbewerber anerkannt sind, werden sie zudem auf eigene Faust Wohnungen suchen.

Immobilienindex: Finanzierung dürfte günstig bleiben

Die niedrigen Zinsen tragen ihr Übriges zur Entwicklung bei. Laut Immobilienindex von IW Köln und Handelsblatt gehen rund 75 Prozent der befragten Unternehmen davon aus, dass die Konditionen für die Baufinanzierung im nächsten Jahr gut bleiben. Trotz zwischenzeitlicher Zinsanstiege rechnen sie mit weiterhin historisch niedrigen Kosten für Kredite. Zehn Prozent der im Immobilienindex Befragten rechnen sogar mit einer Verbesserung der Finanzierungskonditionen. 

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