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Inflationsrate wie zu Zeiten der Wirtschaftskrise

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 06.01.2016

Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im vergangenen Jahr so wenig gestiegen wie seit 2009 nicht mehr. Die Inflationsrate lag bei 0,3 Prozent. Das von der Europäischen Zentralbank angestrebte Ziel – eine Inflation von knapp zwei Prozent – liegt also noch in weiter Ferne. Hauptgrund für die geringe Teuerungsrate waren die niedrigen Energiepreise.

2015 lag die durchschnittliche Inflationsrate in der Bundesrepublik voraussichtlich bei 0,3 Prozent. Dies geht aus den vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamts hervor, die die Behörde zum Wochenbeginn veröffentlichte. Den bisher vorliegenden Daten zufolge sind die Verbraucherpreise im Dezember 2015 im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozent gesunken, die Inflation im letzten Monat des vergangenen Jahres entsprach dem Jahresmittel von 0,3 Prozent.

Inflationsrate fällt auf Niveau zu Zeiten der Wirtschaftskrise

Damit ist die jährliche Inflationsrate auf das Niveau des Krisenjahres 2009 gesunken. Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), die zum Ziel hat, die Inflation im Euroraum anzukurbeln, zeigt in der Bundesrepublik bislang augenscheinlich wenig Wirkung. 2014, also vor Beginn des großangelegten Anleihenkaufprogramms der Notenbank, stiegen die Verbraucherpreise in Deutschland noch um 0,9 Prozent. Eine Inflationsrate auf dem von der EZB angestrebten Niveau von zwei Prozent gab es hierzulande zuletzt 2012.

Inflationsrate in Deutschland

Niedrige Energiepreise drücken Inflation

Verantwortlich für die niedrige Inflationsrate sind in erster Linie die Energiepreise, die 2015 auf ein Rekordtief fielen. So wurde Tanken im vergangenen Jahr im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen beispielsweise um 10 Prozent günstiger, wie aus einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters hervorgeht. Auch der Strompreis ist 2015 zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder gesunken und trug dazu bei, dass viele Verbraucher nach Abbuchung der laufenden Kosten mehr Geld auf ihrem Girokonto hatten als in den Jahren zuvor. Im September fielen die Verbraucherpreise für Energie um 9,3 Prozent und auch in den folgenden Monaten konnte das Statistische Bundesamt einen deutlichen Rückgang der Energiekosten verzeichnen.

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