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Inflationsrate zieht im Januar leicht an

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 17.02.2016

Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im Januar 2016 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, und zwar stärker als im gesamten vergangen Jahr. Doch nicht in allen Bereichen mussten die Deutschen tiefer in die Taschen greifen, die niedrigen Energiekosten sorgen nach wie vor für eine vergleichsweise moderate Inflationsrate.

Die Inflationsrate hat sich im ersten Monat des neuen Jahres leicht erhöht. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, zogen die Verbraucherpreise im Januar 2016 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,5 Prozent an. 

Erhöhte Inflationsrate in Teilen saisonbedingt

Viele Verbraucher dürften die gestiegenen Verbraucherpreise durch potenziell weniger Geld auf dem Girokonto zum Monatsende deutlich spüren. Der aktuelle Anstieg fällt nämlich höher aus als es im gesamten Vorjahr der Fall war. Im Schnitt hatte die Inflationsrate 2015 bei 0,3 Prozent gelegen, dieser Wert galt auch für den Dezember 2015.

Der Verbraucherpreisindex sank im Januar 2016 im Vergleich zum Vormonat um deutliche 0,8 Prozent. Dieser Rückgang hat laut dem Statistischen Bundesamt vor allem saisonale Gründe: So führten beispielsweise verschiedene Rabatte im Bereich der Winterkleidung dazu, dass die Preisrückgänge zwischen Dezember 2015 und Januar 2016 bei den Bekleidungsartikeln bei -4,7 Prozent lag, bei Schuhen bei -4 Prozent. Auch waren die Preise für Pauschalreisen im Januar 2016 um 19,2 Prozent niedriger als im Dezember, der eher als Reisemonat gilt. 

Preisentwicklung der Energie wirkt dämpfend auf Erhöhung der Verbraucherpreise

Der Preisrückgang im Bereich der Energie dämpft laut dem Statistischen Bundesamt bereits seit Juli 2014 die Gesamtteuerung, so lagen im Januar 2016 die Preise für Energie mit -5,8 Prozent klar unter dem Vorjahresniveau. Dieser Rückgang schwächte sich jedoch innerhalb der vergangenen Monate etwas ab, noch im September 2015 hatte die Energie-Teuerungsrate -9,3 Prozent betragen. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Inflationsrate im Januar 2016 sogar bei +1,2 Prozent gelegen. 

Höhere Preise für Nahrungsmittel und Dienstleistungen

Aufgrund des Preisrückganges der Energie sanken die Verbraucherpreise für Waren insgesamt im Januar 2016 im Vergleich Vorjahresmonat nur leicht um 0,3 Prozent. Lebensmittel jedoch verteuerten sich jedoch spürbar um 0,9 Prozent. Deutlich fiel der Preisanstieg mit 5,0 Prozent beim Obst aus. Auch die Preise für Gemüse zogen im Januar 2016 an– insbesondere für Kartoffeln, sie waren im Januar 2016 um 30,5 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Die Preise für Dienstleistungen erhöhten sich im Januar 2016 im Vergleich zum Januar 2015 um 1,2 Prozent, ein wichtiger Grund war hier die Erhöhung der Nettokaltmiete um 1,1 Prozent. 

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