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EU-Recht: Gebühren für Kartenzahlung gedeckelt

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 14.03.2015

Ob im Restaurant oder beim Einkaufsbummel: Schnell ist die Kreditkarte oder die EC-Karte gezückt, um bequem bargeldlos zu bezahlen. Bislang war die Kartenzahlung innerhalb Europas mit unterschiedlich hohen Gebühren verbunden. Nun soll eine neue EU-Verordnung für mehr Transparenz sorgen. Auch die maximale Höhe der Gebühren soll künftig begrenzt werden.

Das Europaparlament hat sich gerade mit breiter Mehrheit für eine künftige Deckelung der Gebühren für die Nutzung von Kreditkarten und anderen Bankkarten ausgesprochen. Die neue EU-Verordnung soll voraussichtlich im Mai mit der Veröffentlichung im Europäischen Amtsblatt in Kraft treten, berichtet „Die Welt“ unter Berufung auf das Statement eines Sprechers des EU-Parlaments.

Gebühren für Kartenzahlung werden deutlich reduziert

Die EU-Verordnung begrenzt die sogenannten Interbanken-Entgelte. Dabei handelt es sich um Gebühren, welche die Bank des Kunden dem Geldinstitut eines Händlers oder eines Dienstleisters bei Kartenzahlung in Rechnung stellt. Die dadurch entstehenden Mehrkosten werden häufig auf die Verbraucher umgelegt und äußern sich in höheren Endpreisen für Produkte und Dienstleistungen. Diese Interbanken-Entgelte unterschieden sich bislang innerhalb der EU von Staat zu Staat.

Dies soll sich mit der neuen EU-Verordnung nun ändern. Die Gebühren werden für Kreditkarten auf 0,3 Prozent des Zahlungsbetrags und bei Debitkarten auf 0,2 Prozent begrenzt. Diese Deckelung gilt sowohl für inländische als auch für grenzüberschreitende Transaktionen. Für Debitkarten – dazu zählt unter anderem die Bankkarte für das Girokonto – besteht nach der neuen EU-Verordnung außerdem die Möglichkeit, eine pauschale Gebühr von fünf Cent pro Transaktion zu erheben. Dies gilt allerdings nur, wenn diese Pauschalgebühr die festgelegten 0,2 Prozent des Zahlungsbetrags nicht überschreitet.

Verbraucher profitieren von EU-Verordnung

Der stellvertretende Vorsitzende des EU-Wirtschafts- und Währungsausschusses Markus Ferber (CSU) erklärt, worin der große Vorteil der neuen Verordnung liegt: „Damit herrschen in ganz Europa einheitliche Bedingungen und Transparenz für den Verbraucher.“ Kunden haben so künftig die Möglichkeit, genau zu wissen, wie viel und wofür sie zahlen, wenn sie die Kartenzahlung nutzen.

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