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Kaufkraft: Münchener haben am meisten Geld

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 19.12.2015

Die Kaufkraft der Deutschen wird 2016 um zwei Prozent steigen. Das ergibt eine Studie der GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) zu den Mitteln, die die Bundesbürger pro Jahr zur Verfügung haben. Allerdings gibt es zwischen den verschiedenen Regionen des Landes teilweise erhebliche Differenzen.

Laut Prognose der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) wird die Kaufkraft der Bundesbürger im kommenden Jahr steigen. Pro Kopf werden deutsche Verbraucher im gesamten Jahr rund 430 Euro mehr zur Verfügung haben als 2015. Das bedeutet einen Anstieg von zwei Prozent. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Regionen sind aber sehr groß.

Kaufkraft steigt 2016 auf 22.000 Euro pro Kopf

Insgesamt prognostiziert die GfK für ganz Deutschland eine Kaufkraftsumme von circa 1.776 Milliarden Euro im kommenden Jahr. Bei 81 Millionen Einwohnern hat damit jeder Deutsche im Durchschnitt 22.000 Euro zur Verfügung. Zu dieser Summe zählen das Nettoeinkommen und staatliche Leistungen, die auf den Girokonten der Verbraucher eingehen, beispielsweise Arbeitslosen- und Kindergeld sowie Renten. Als Grundlage für die Berechnung dienen der GfK die Lohn- und Einkommensteuerstatistik, Prognosen von Wirtschaftsinstituten und Statistiken zu staatlichen Leistungen. Aus den Daten ermittelt das Institut den Kaufkraftindex: 100 entspricht dem Landesdurchschnitt, ein Index von 90 bedeutet zum Beispiel, dass die Einwohner im Schnitt über 90 Prozent der durchschnittlichen Kaufkraft verfügt.

Unterschiede zwischen den Regionen

Zwischen den Regionen gibt es aber in Bezug auf die Kaufkraft große Unterschiede: Während die Menschen im bayerischen Landkreis Starnberg im Schnitt 31.850 Euro zur Verfügung haben und damit um 46 Prozent über dem Bundesdurchschnitt liegen, sind es im sächsischen Görlitz nur 17.194 Euro. Damit befindet sich der östlichste Landkreis Deutschlands auf dem letzten Platz.

Bei den Städten liegt München mit einem Kaufkraftindex von 135,20 und 29.578 Euro pro Kopf ganz weit vorne vor Düsseldorf und Frankfurt am Main. Der Landkreis München weist dabei eine höhere Kaufkraft auf als die Stadt, weil viele einkommensstarke Menschen in die Speckgürtel um die Metropolen. Die ostdeutschen Bundesländer konnten beim Kaufkraftindex im Vergleich zum Vorjahr allesamt leicht zulegen, dennoch befinden sie sich nach wie vor unter dem Bundesdurchschnitt.

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