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Kein Versicherungsschutz ohne Straßenzulassung

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 22.10.2015

Ein Motorrad ohne Straßenzulassung kann nicht über eine herkömmliche Motorradversicherung geschützt werden. Führen bauliche Veränderungen zum Erlöschen der Zulassung, ist es nicht mehr versichert. Dies wurde durch ein Gerichtsurteil bestätigt. Im Schadensfall können daher hohe Kosten auf den Versicherten zukommen.

Wird ein Motorrad so getuned, dass es nicht mehr für den Straßenverkehr zugelassen ist, erlischt automatisch der Versicherungsschutz für das Fahrzeug – dies betrifft sowohl die Haftpflicht- als auch die Kaskoversicherung. Bei einem Diebstahl muss der Halter daher selbst für den Schaden aufkommen. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Deutschen Anwaltvereins (DAV) hervor.

Versicherungsschutz nur für Motorräder mit Straßenzulassung

Wie die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des DAV informiert, ergibt sich dies aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Naumburg (Az. 4 U 69/13). Demnach kann eine Motorradversicherung nur für Fahrzeuge abgeschlossen werden, die eine Straßenzulassung besitzen. Motorräder ohne Zulassung für den Straßenverkehr, zum Beispiel Rennmaschinen, könnten über die reguläre Kfz-Versicherung jedoch nicht versichert werden – auch nicht, wenn eine Zulassung zwischenzeitlich vorgelegen hat.

Zwischenzeitliche Zulassung nicht relevant

Im konkreten Fall hatte der Kläger eine Motocross-Maschine ohne Straßenzulassung erworben. Die Leistung des Fahrzeugs ließ er durch eine Werkstatt so verringern, dass die Zulassung erteilt wurde, und schloss dann eine Motorradversicherung ab. Allerdings wurde das Krad anschließend wieder in den Ursprungszustand versetzt. Als das Fahrzeug gestohlen wurde, machte der Halter den Schaden bei seinem Versicherer geltend. Da dieser den Schaden nicht erstatten wollte, klagte der Versicherte. Erfolglos – denn das Gericht entschied, dass der Versicherungsvertrag ungültig war. „Das Motorrad hätte im Straßenverkehr nicht benutzt werden dürfen. Da es dort auch gestohlen worden sei, gebe es keinen Versicherungsschutz,“ so der DAV. 

Kein Versicherungsschutz auch bei Unfallschäden

Selbst wenn der Versicherungsvertrag nicht bereits per Gesetz ungültig gewesen wäre, hätte die Versicherung den Vertrag rückwirkend wegen Täuschung anfechten können, berichtet der DAV in einer anderen Nachricht. Das Erlöschen der Straßenzulassung und damit auch des Versicherungsschutzes hat nicht nur im Falle eines Diebstahls Konsequenzen, auch Unfallschäden müssen vom Fahrzeughalter selbst übernommen werden.

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