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Kita-Streik: Eltern am Limit

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 09.05.2015

Kita-Streik – das Horrorszenario für Eltern. Wenn die Kindertagesstätte bestreikt wird, stellt das insbesondere berufstätige Eltern vor Probleme. Doch Experten raten Eltern angesichts des aktuellen Streiks, zunächst Ruhe zu bewahren. Während am ersten Tag Notlösungen helfen, muss für die kommende Woche eine mittelfristige Lösung gefunden werden. Denn der Streik ist unbefristet.

Morgens halb acht in Deutschland – der bundesweite Kita-Streik stellt viele Eltern vor ernsthafte organisatorische Probleme. Wie der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, laut einem Bericht von „Tagesschau.de“ bekannt gab, soll ab dem 8. Mai unbefristet gestreikt werden. Das bedeutet für berufstätige Eltern, dass die Kindertagesstätte auf unbestimmte Zeit nicht mehr wie gewohnt für die Tagesbetreuung zur Verfügung steht. Tausende Eltern stellen sich daher jetzt die Frage: Wohin mit dem Nachwuchs?
 

Wenn die Kindertagesstätte nicht öffnet

Beschränkt sich der Kita-Streik auf einen eintägigen Warnstreik, werden viele Eltern wahrscheinlich gar nicht vor unlösbare Probleme gestellt. Wer noch ein paar Überstunden abfeiern kann oder einen Chef hat, der einem spontanen Urlaubs- oder Home-Office-Tag zustimmt, kann einen Tag meist gut überstehen. Komplizierter wird es, wenn der Kita-Streik, wie von Verdi angekündigt, notfalls bis Pfingsten andauern sollte. Bereits jetzt wird dieses Szenario in sozialen Medien diskutiert. Offenbar kontaktieren die ersten Eltern bereits die Rechtsschutzversicherung, um möglicherweise Kita-Gebühren zurückzuverlangen. Tatsächlich kann eine solche Forderung gerechtfertigt sein.
 

Besonders wichtig ist zunächst jedoch der richtige Umgang mit dem Arbeitgeber, erklärt Rechtsschutz-Expertin Michaela Zientek gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ). Einfach nicht zur Arbeit erscheinen ist keine Option. Auch das Kind ungefragt mit zur Arbeit zu bringen oder einen Tag von Zuhause aus zu arbeiten, ohne dies mit dem Chef abzusprechen, kann sich negativ auswirken. Grundsätzlich müssen berufstätige Eltern entweder Urlaub nehmen, oder gemeinsam mit anderen Eltern einen sogenannten Notfall-Betreuungsplan aufstellen. Wer dem Kita-Streik mit einem privat angeheuerten Babysitter begegnen will, sollte beachten, dass der Träger der Kindertagesstätte die Kosten nicht erstatten wird. Anders sieht es bei den Kita-Gebühren aus.
 

Kita-Gebühren während des Kita-Streiks

Zwischen dem Träger einer Kindertagesstätte und den Eltern der dort betreuten Kinder besteht laut Zientek ein Betreuungsvertrag. In diesem Vertrag ist genau geregelt, wie lange die Kita im Falle eines Streiks geschlossen bleiben darf, ohne dass die Eltern Ersatzansprüche geltend machen können. Sollte die vereinbarte maximale Dauer durch den aktuellen Kita-Streik jedoch überschritten werden, darf ein Teil der Kita-Gebühr zurückgefordert werden. Eltern sollten das Geld jedoch nicht einfach zurückhalten, sondern zunächst zahlen und die Gebühren rückwirkend einfordern.
 

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