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Koalition einigt sich: Flexi-Rente kommt 2017

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 21.05.2016

Ab 2017 soll der Renteneintritt durch die sogenannte Flexi-Rente flexibler gestaltet werden können. Die Koalition hat sich auf ein neues Gesetz geeinigt, durch das das Arbeiten für Teilrentner attraktiver wird. Auch ein späterer Renteneintritt soll gefördert werden.

Nach einer langen Planungsphase ist die Regierungskoalition zu einer Einigung bei der sogenannten Flexi-Rente gekommen. Ab 2017 soll ein neues Gesetz für einen flexibleren Renteneintritt sorgen. Wer länger arbeiten möchte, wird durch die neuen Regelungen belohnt.

Flexi-Rente von der Union durchgesetzt

Die Union fordert schon seit Längerem die Einführung der Flexi-Rente, bereits seit November 2015 liegt ein Konzept dafür vor. Die Umsetzung lag allerdings bisher auf Eis, da die SPD sie an Reformen zur Leiharbeit gebunden hatte. Nun kam es aber auch darüber zu einer Einigung, sodass beide Gesetze nun parallel umgesetzt werden sollen. Durch die Flexi-Rente soll es für Arbeitnehmer leichter werden, ihren Renteneintritt flexibel zu gestalten. Bei einer Teilrente mit 63 Jahren soll ab dem kommenden Jahr ein höherer zusätzlicher Verdienst möglich sein. Ab einer Grenze von 450 Euro sollen künftig 40 Prozent des zusätzlichen Einkommens von der Rente abgezogen werden. Aktuell sinken die Bezüge je nach Verdiensthöhe sehr stark, sodass die Auswirkungen zusätzlicher Arbeit auf dem Girokonto von Teilrentnern oft kaum spürbar sind. Ein Zuverdienst von 450 Euro wird – wie jetzt bereits – auch nach Inkrafttreten des Gesetzes frei bleiben.

Späterer Renteneintritt soll attraktiver werden

Außerdem soll es für Arbeitnehmer attraktiver werden, über das reguläre Renteneintrittsalter hinaus zu arbeiten. Durch neue Regelungen kann dann die Höhe der Rente steigen: Bislang zahlt der Arbeitgeber seinen Teil des Rentenbeitrags weiter ein, ohne dass sich die Rente seines Angestellten erhöht. Mit der Flexi-Rente soll auch dieser seinen Anteil einzahlen können und beide Beiträge sollen auf den Rentenanspruch angerechnet werden. Darüber hinaus sollen Firmen entlastet werden, wenn sie Arbeitnehmer beschäftigen, die die Regelaltersgrenze bereits erreicht haben. Sie müssen künftig nicht mehr 1,5 Prozent des Lohnes in die Arbeitslosenversicherung einzahlen.

Quelle: FAZ

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