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Kontowechsel wird durch neue Technik einfacher

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 07.10.2015

Viele Kunden wären bereit zu einem Kontowechsel, wenn er nur nicht so viel bürokratischen Aufwand mit sich bringen würde. Eine neue Technik soll nun Erleichterung verschaffen und einen unkomplizierten Wechsel für Bankkunden ermöglichen. Im nächsten Jahr tritt auch ein Gesetz in Kraft, das die finanzielle Mobilität fördern soll.

Wer als Bankkunde schon länger über einen Kontowechsel nachdenkt, kann sich freuen: Nachdem schon seit eineinhalb Jahren immer seltener das Postident-Verfahren zur Kontoeröffnung nötig ist, soll nun auch der bürokratische Aufwand minimiert werden, der bei einem Umzug mit dem Girokonto oft anfällt. Wie die „Welt“ berichtet, beginnen die ersten Banken mit der Einführung einer neuen Technik für den digitalen Umzug des Kontos bei einem Kontowechsel.

Automatische Umstellung des Zahlungsverkehrs

Der Bankkunde muss seine Zahlungspartner in Zukunft nicht mehr selbst über den Kontowechsel informieren. Stattdessen werden die Kontobewegungen der vergangenen Monate analysiert und die Zahlungspartner aufgelistet, zum Beispiel Arbeitgeber, Vermieter und Energieversorger. Der Kunde kann dann direkt auswählen, wer von der Bank über die neue Kontoverbindung informiert werden soll. So läuft der Kontowechsel komplett papierlos ab und nimmt deutlich weniger Zeit in Anspruch. Bisher ist der digitale Service bei Comdirect und Commerzbank verfügbar, doch auch andere Geldinstitute bereiten ihn vor. Hauptmotivation für die Banken ist es, die Kunden wechselwilliger zu machen. Denn häufig schreckt der bürokratische Aufwand ab und ein Bankkunde behält sein Girokonto, obwohl er bei einer anderen Bank günstigere Konditionen erhalten könnte.

Gesetzliche Regelung zum Kontowechsel kommt 2016

Im kommenden Jahr wird es eine Gesetzesänderung geben, mit der die finanzielle Mobilität der Bankkunden erhöht werden soll. Die Einführung der neuen Technik stellt also schon eine Vorbereitung auf diese Änderung dar, die spätestens im Herbst 2016 in Kraft tritt. Das Gesetz besagt, dass ein Kontowechsel nur noch maximal zwei Wochen in Anspruch nehmen darf und bürokratischer und finanzieller Aufwand minimiert werden sollen. Im Gesetz ist auch vorgesehen, dass Banken die Kontobewegungen der letzten 13 Monate sammeln und zur Verfügung stellen müssen, wenn der Bankkunde sie für seinen Kontowechsel braucht. Denn einige Daueraufträge erfolgen nur einmal im Jahr und werden andernfalls nicht erfasst. Bisher werden jedoch oft nur die Umsätze der letzten 90 Tage bis zu maximal einem Jahr angezeigt.

Völlig digital ist der Wechsel übrigens laut Gesetzesentwurf noch nicht möglich: Der Bankkunde muss dem Geldinstitut zuerst eine schriftliche Ermächtigung für die Abwicklung des Kontowechsels erteilen.

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