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Korrekturpläne für die Rente mit 63 Jahren

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 13.03.2015

Aufgrund der hohen Nachfrage nach der Rente mit 63 Jahren fordern Wirtschaftspolitiker Korrekturen an der bisherigen Regelung. Sollte sich nichts ändern, könnten die Rentenbeiträge bereits in wenigen Jahren angehoben werden müssen. Weil die Zahl der Anträge auf die Rente nach 45 Beitragsjahren deutlich über den Erwartungen liegt, drohen die Kosten zu explodieren.

Seit dem 1. Juli 2014 können deutsche Arbeitnehmer die Rente mit 63 Jahren beantragen und dadurch nach 45 Beitragsjahren abschlagsfrei in den Ruhestand gehen. Die Möglichkeit des früheren Renteneintritts scheint für deutlich mehr Menschen interessant zu sein, als die Politik erwartet hatte. Jetzt fordern Wirtschaftspolitiker laut einem Bericht der „Rheinischen Post“ eine Überprüfung der Rentenreform, damit die stetig wachsende Zahl an Rentnern, die zum 63. Geburtstag aus dem Arbeitsleben aussteigen, die Rentenkasse nicht überlastet.

Tausende Anträge auf Rente mit 63 Jahren

Seit Mitte letzten Jahres haben 255.000 Menschen in Deutschland die Rente mit 63 Jahren beantragt – allein im Februar 2015 waren es rund 23.000. CDU-Wirtschaftspolitiker forderten jetzt Korrekturen, denn die Rente mit 63 Jahren droht, sehr viel teurer zu werden, als noch vor gut einem Jahr gedacht. Sie gehen davon aus, dass - sollte die Nachfrage nach der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren nicht sinken - in spätestens vier Jahren der Rentenbeitrag erhöht werden muss. Es sollte daher eine detaillierte Prüfung durchgeführt werden, um die Auswirkungen der Rente mit 63 Jahren auf Rentenkasse, Beitragszahler und Fachkräftemangel zu analysieren. Unter Umständen müsse dann entsprechend der Erkenntnisse nachgebessert werden.

Rente mit 63 steht nicht grundsätzlich auf dem Prüfstand

Die Unionspolitiker wiesen jedoch darauf hin, dass die Rente mit 63 Jahren nicht grundsätzlich infrage gestellt werden soll. Vielmehr sehen sie zum Beispiel bei der Anrechnung von Zeiten des Bezugs von Arbeitslosengeld auf die Beitragsjahre einen Korrekturbedarf. Spätestens in einem Jahr soll die Überprüfung dieses Teils der Rentenreform durchgeführt werden, um einer unkontrollierbaren Kostenexplosion entgegenzuwirken. Ansonsten könnten Beitragserhöhungen und möglicherweise auch Leistungskürzungen drohen, sodass im Verhältnis immer mehr Geld in die Rentenkasse eingezahlt werden muss, aber die Renten dennoch sinken. Bereits jetzt kann ein Großteil der Deutschen den gewohnten Lebensstandard im Alter ohne zusätzliche private Altersvorsorge nicht halten.

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