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Krankenkassenbeiträge könnten 2016 steigen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 28.08.2015

Gesetzlich Versicherte müssen damit rechnen, dass die Krankenkassenbeiträge im nächsten Jahr ansteigen werden. Davon geht die Bundesregierung in ihrem Finanzplan aus. Der Grund sind vor allem die steigenden Belastungen durch eine Reihe von Gesundheitsreformen. Der Anstieg könnte laut Schätzungen von Gesundheitsexperten bis zu 0,3 Prozent betragen.

Weil die Kosten im Gesundheitswesen weiter steigen, rechnet die Bundesregierung damit, dass die Krankenkassenbeiträge für gesetzlich Versicherte 2016 steigen werden. Das berichtet die „Bild-Zeitung“ und beruft sich dabei auf einem Finanzplan aus dem Hause von Bundesfinanzmister Wolfgang Schäuble (CDU).

Finanzplan gibt keine Auskunft über künftige Höhe der Krankenkassenbeiträge

Um wie viel die Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung steigen werden, sei noch nicht klar. Die Zeitung schreibt allerdings, dass Gesundheitsexperten von einer Erhöhung um bis zu 0,3 Prozentpunkte ausgehen. Derzeit liegt der Durchschnittsbeitrag der rund 70 Millionen gesetzlich Versicherten in Deutschland bei 15,5 Prozent.

Gesundheitsreformen belasten die Kassen

Laut Bericht sind die steigenden Ausgaben für Behandlungen und Arzneimittel ein Grund für die finanzielle Schieflage der Kassen. Sie hätten den Krankenkassen allein im Jahr 2014 ein Minus von mehr als 2,3 Milliarden Euro beschert. Auch Neuerungen wie die Krankenhausreform, das Versorgungsstärkungsgesetz und das Präventionsgesetz würden die Krankenkassen belasten und die Beiträge steigen lassen. Martin Litsch, Interimsvorstand des AOK-Bundesverbands, warnte kürzlich in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) die Regierungsparteien davor, die Beitragsstabilität der Kassen durch weitere Gesundheitsausgaben zu gefährden. „Die Große Koalition plant milliardenschwere Reformen mit dem Geld der Versicherten, gleichzeitig zieht die Ausgabendynamik an“, so Litsch gegenüber der „FAZ“. Mehr Geld dürfe es seiner Meinung nach künftig nur noch für Strukturreformen geben. Alles andere sei nicht nachhaltig.

Defizit trotz Verbesserung bei 170 Millionen Euro

Auch das „Handelblatt“ berichtet davon, dass die Krankenkassen immer weiter in die roten Zahlen rutschen. Nach einer Umfrage, welche die Zeitung unter den gesetzlichen Kassen durchgeführt hat, haben diese im zweiten Halbjahr 2014 ein Defizit von fast 500 Millionen Euro verzeichnet. Von Januar bis März dieses Jahres hätten sie das Minus noch reduzieren können. Es lag nach dem ersten Quartal jedoch immer noch bei rund 170 Millionen Euro.

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