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Krankenkassenbeiträge überfordern Selbstständige

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 13.05.2016

Viele Selbstständige sind von der Höhe ihrer Krankenkassenbeiträge überfordert und haben Schulden bei ihrer Krankenkasse. Das liegt auch an der steigenden Zahl der Selbstständigen mit geringen Einkünften, die häufig die Hälfte ihrer Einnahmen für die Krankenversicherung zahlen müssen.

Für immer mehr Selbstständige werden die Krankenkassenbeiträge zur Belastung. Wie der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen erklärt, bestehen aktuell Beitragsschulden von fast 4,5 Milliarden Euro. Anfang 2011 waren es noch eine Milliarde Euro.

Immer mehr Selbstständige mit geringen Einkünften

Ein Grund für die steigenden Beitragsschulden der freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherten Selbstzahler ist die steigende Zahl von Selbstständigen, die nur geringe Einkünfte erzielen. Laut einer Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK ist die Zahl der Selbstständigen in den Jahren von 2002 bis 2012 um circa 15 Prozent gestiegen. Dabei stieg der Anteil von Menschen, die allein selbstständig sind, von 51 auf 57 Prozent.

Das ist auch darauf zurückzuführen, dass in den Jahren 2003 bis 2006 die sogenannte „Ich-AG“ politisch gefördert wurde. Viele hinzugekommenen Selbstständigen entschieden sich für eine freiwillige Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung und haben nun Probleme, die Krankenkassenbeiträge zu bezahlen. Selbstständige mit geringen Einkünften müssen häufig rund die Hälfte ihrer Einnahmen für die Krankenversicherung aufwenden.

Krankenkassenbeiträge: Lücke muss von der Politik geschlossen werden

Jürgen Peter, der Vorstandschef der AOK Niedersachsen, fordert Unterstützung von Seiten der Politik und wünscht sich, dass die Lücken mit Steuermitteln geschlossen werden. „Hier gibt es ein gesellschaftliches Problem – und das muss auf politischer Ebene gelöst werden. Da niemand aus der Versicherung ausgeschlossen werden kann, geht dies zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung“, sagt er in den „Dresdner Neuesten Nachrichten“ und bezieht sich damit auf die geltende Versicherungspflicht. Vor drei Jahren hatte die Große Koalition bereits versucht, mit dem Beitragsschuldgesetz gegenzusteuern. Damit wurden die Säumniszuschläge bei Zahlungsrückständen von 60 auf 12 Prozent reduziert.

Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten

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