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Kreditkartenbetrug: Skimming ist Schaden der Bank

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 13.02.2013

Der als Skimming bezeichnete Kreditkartenbetrug ist auf dem Vormarsch – besonders im Ausland. Kriminelle lesen an speziell präparierten Automaten die Daten einer Karte aus, um mit dieser dann Geld abzuheben. Kunden, die sich keiner Fahrlässigkeit schuldig machen, kann ein solcher Schaden aber nicht zur Last gelegt werden.

Einem Kreditkartenbetrug zum Opfer zu fallen ist mehr als ärgerlich. Immer häufiger berichten Urlauber davon, dass auf Auslandsreisen die PIN ausgespäht wurde. Und auch hierzulande wenden Betrüger dieses Verfahren an. Bei diesem sogenannten Skimming werden die Täter zunehmend raffinierter. Wer sich als Inhaber einer Kreditkarte allerdings nichts zuschulden kommen lässt, für den muss die Bank den entstandenen Schaden übernehmen.

Skimming - was ist das überhaupt?

Bei der als Skimming bezeichneten Methode des Kreditkartenbetrugs bringen die Täter die Daten der Karte in ihren Besitz, indem sie den Magnetstreifen mittels eines manipulierten Geldautomaten auslesen. Anschließend heben sie damit Geld ab. Technische Errungenschaften erschweren mittlerweile das Skimming, doch auch die Betrüger werden immer cleverer. Ganz gefeit gegen derartigen Kreditkartenbetrug ist niemand. Daher muss die Bank den Schaden ersetzen.

Sorgfaltspflicht beachten

Wichtige Voraussetzung ist aber, dass der Bankkunde den Kreditkartenbetrug nicht fördert. Das ausstellende Institut kann dem Karteninhaber die Erstattung eines Schadens verweigern, wenn sie beispielsweise nachweisen kann, dass er seine PIN zusammen mit der Kreditkarte aufbewahrt oder sie einem Dritten mitgeteilt hat. Wichtig: Die Bank ist in der Beweispflicht. Grundsätzlich muss der Geschädigte den Missbrauch sofort anzeigen, sobald er bemerkt wurde. Sämtliche Abbuchungen, die nach der Meldung getätigt werden, werden dem Karteninhaber nicht mehr zur Last gelegt.

Vorbeugen ist schwierig

Im Falle eines Diebstahls und schon bei kleinsten Verdachtsmomenten ist es ratsam, die Kreditkarte sperren zu lassen - innerhalb Deutschlands gilt hier die einheitliche Rufnummer 116 116, im Ausland kann sie einfach mit der Landesvorwahl 0049 davor genutzt werden. Um gar nicht erst zum Opfer von Skimming zu werden, sollte ein Kreditkarteninhaber Geldautomaten meiden,  an denen offensichtlich zusätzliche Geräte angebracht sind. In der Regel sind diese für Laien allerdings sehr schwer zu erkennen.

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