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Mehr Sturmschäden belasten Versicherer

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 08.01.2016

Durch eine höhere Anzahl an Sturmschäden mussten Versicherer im Jahr 2015 rund ein Drittel mehr für Schäden durch Naturgefahren bezahlen als 2014. Hauptgrund hierfür ist der Sturm „Niklas“, der im März Schäden in Höhe von rund 750 Millionen Euro verursacht hat. Versicherer betrachten die Entwicklung der Wetterextreme als große Herausforderung.

Sturmschäden haben 2015 zugenommen und sorgten dafür, dass Versicherer in diesem Jahr rund 2,1 Milliarden Euro für Schäden durch Naturgefahren wie Sturm und Hagel zahlen mussten – ein Drittel mehr als im Vorjahr. Davon entfielen allein 750 Millionen auf Schäden, die durch den Sturm „Niklas“ im März verursacht wurden. Das berichtet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in seiner Naturgefahren-Bilanz für 2015.

Sturmschäden von 750 Millionen Euro durch Sturm „Niklas“

Sturm „Niklas“ erreichte im März Geschwindigkeiten von bis zu 192 Kilometern pro Stunde und verursachte an versicherten Gebäuden in Deutschland Schäden von rund 750 Millionen Euro. Seit 1997 war er damit einer der fünf schwersten Winterstürme und hat ein gutes Drittel der gesamten Schäden durch Naturgefahren in diesem Jahr angerichtet. Da viele Gebäude beschädigt wurden, betraf ein großer Teil der Schäden die Wohngebäudeversicherung, aber auch der Kaskoschutz der Kfz-Versicherung wurde bei Sturmschäden durch umgestürzte Bäume in Anspruch genommen.

Versicherer zahlen 2,1 Milliarden Euro wegen Naturgefahren

Insgesamt mussten die Versicherer 2015 Schäden in Höhe von 2,1 Milliarden Euro wegen Naturgefahren übernehmen. Der Wert liegt um rund ein Drittel über dem des Vorjahres, was vor allem durch den Sturm „Niklas“ zustande kommt. Doch auch mehrere Tornados haben in Deutschland Schäden verursacht. Laut einer Studie von Klimaforschern und Versicherern aus dem Jahr 2011 ist eine Zunahme von Sturmschäden bis zum Jahr 2100 wahrscheinlich. Besonders schwere Stürme, die bisher alle 50 Jahre auftreten, könnten dann alle 10 Jahre vorkommen. Deshalb begrüßt GDV-Präsident Alexander Erdland das Klimaschutzabkommen von Paris als wichtigen Schritt, um Wetterextreme zu reduzieren, die große Herausforderungen für die Versicherungswirtschaft bedeuten.

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