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Mietpreisbremse: Rückgang der Mieten in Hamburg

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 05.09.2015

Nach Berlin haben im Juli auch Hamburg und einige Städte in Nordrhein-Westfalen die Mietpreisbremse eingeführt. In der Hansestadt haben die neuen Regelungen bei der Neuvermietung von Wohnungen offenbar deutliche Auswirkungen. Bereits in den ersten vier Wochen sind die Mieten in der Hansestadt so stark zurückgegangen, wie seit Jahren nicht mehr.

Die zum 1. Juli in Hamburg eingeführte Mietpreisbremse zeigt offenbar Wirkung. Wie ImmobilienScout24 berichtet, sind die Mieten für aktuelle Wohnungsangebote in der Hansestadt im Juli deutlich gesunken.

Mieten in Hamburg fallen um fast 3,5 Prozent

Eine Auswertung des Immobilienportals ImmobilienScout24 zeigt, dass die Mieten in Hamburg in den ersten vier Wochen nach Einführung der Mietpreisbremse im Schnitt um 3,44 Prozent gefallen sind. Ein derartig deutlicher Rückgang wurde seit Jahren nicht mehr verzeichnet. Zwar hätte es bereits im Winterhalbjahr einige Dämpfer bei der Mietpreisentwicklung gegeben, diese fielen jedoch sehr viel schwächer aus. Die gewichteten Durchschnittsmieten, der sogenannte Median, liegen in Hamburg aktuell bei 10,21 Euro pro Quadratmeter.

Deutlichere Auswirkungen der Mietpreisbremse in Berlin

Noch deutlicher sind die Auswirkungen der Mietpreisbremse in Berlin zu sehen. Hier traten die neuen Regelungen bereits einen Monat früher als in Hamburg, also zum 1. Juni, in Kraft. Nachdem manche Skeptiker nach den rückläufigen Mieten im Juni noch von einem Zufall ausgingen, wird diese Theorie nun durch einen zweiten Rückgang infolge geschwächt. Im Juli fielen die Mieten hier auf einen Median von 8,46 Euro pro Quadratmeter.

Auch die Analysten des Immobilienportals sehen einen Zusammenhang zwischen Mietpreisbremse und den sinkenden Mieten. „Wir sehen in unseren Daten für Berlin und Hamburg ungewöhnliche Preisrückgänge, die zeitgleich mit dem Inkrafttreten der Mietpreisbremse auftreten. Das ist ein starkes Indiz dafür, dass sich viele der örtlichen Vermieter bei der Neuvermietung mehr an den regionalen Mietspiegeln orientieren“, erklärte Jan Heber, Leiter Daten & Märkte bei ImmobilienScout24.

Noch kein messbarer Mietrückgang in Nordrhein-Westfalen

Im Rahmen der Analyse wurden 20.000 aktuelle Mietobjekte in Hamburg und Berlin untersucht. Für die Städte in Nordrhein-Westfalen, die die Mietpreisbremse ebenfalls zum 1. Juli eingeführt haben, liegen dem Immobilienportal noch keine verlässlichen Auswertungen vor. Erste Stichproben deuten allerdings an, dass es hier bislang keinen auffälligen Rückgang der Mieten gibt.

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