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Neue Daten: Mietpreisbremse zeigt doch Wirkung

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 12.07.2015

In Berlin sind die Kaltmieten im Juni erstmalig wieder gesunken – und dies sogar deutlich. Experten führen den Preiseinbruch eindeutig auf die Einführung der Mietpreisbremse zurück. In anderen Metropolen steigen die Mieten hingegen weiter. In einigen Monaten soll es belastbare Daten für die Preisentwicklung in den einzelnen Berliner Bezirken geben.

Obwohl das erste Zwischenfazit des Berliner Mietervereins einen Monat nach Einführung der Mietpreisbremse in der Hauptstadt ernüchternd ausfiel, scheint die Deckelung der Mietpreise doch Wirkung zu zeigen. Eine Untersuchung des Immobilienportals „ImmobilienScout24“, die der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) vorliegt, zeigt, dass die mittleren Kaltmieten pro Quadratmeter in Berlin im Juni im Vergleich zum Vormonat um 3,1 Prozent gesunken sind.

Weiter steigende Mieten in Metropolen ohne Mietpreisbremse

Ein Einbruch in dieser Größenordnung sei ungewöhnlich. Für Jan Hebecker, Leiter Daten & Märkte bei ImmobilienScout24, ist dieser deutliche Rückgang eindeutig auf die Mietpreisbremse zurückzuführen: „In anderen Metropolen, die durch angespannte Wohnungsmärkte gekennzeichnet sind und noch keine Mietpreisbremse eingeführt haben, steigen die Mieten weiter“, so der Analyse-Experte. So zogen die Mieten im selben Zeitraum in Frankfurt am Main um 0,1 Prozent an, in Düsseldorf gab es immerhin keine Veränderungen zum Vormonat. Lediglich in München sank die Quadratmeterkaltmiete ebenfalls, allerdings nur um 0,1 Prozent.

Erster Preiseinbruch seit eineinhalb Jahren

Die Auswertungen des Immobilienportals haben ergeben, dass die Angebotsmieten in Berlin in den vergangenen eineinhalb Jahren konstant gestiegen sind – im Schnitt um 0,3 Prozent pro Monat. Dieser Umstand macht den jüngsten Preiseinbruch noch bemerkenswerter. Der aktuelle Wert bezieht sich auf den gesamten Berliner Wohnungsmarkt, belastbare Zahlen für die einzelnen Stadtbezirke liegen noch nicht vor, da einen Monat nach Einführung der Mietpreisbremse noch nicht genügend Daten vorliegen. In einigen Monaten soll ausreichend Datenmaterial vorhanden sein, um eine Auswertung nach Vierteln vorzunehmen. Dann wird sich zeigen, ob die Mietpreisbremse auch in stark nachgefragten Wohngegenden greift.

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