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Neue Gesetze ab dem 1. Juli: Das ändert sich

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 01.07.2015

Mit dem 1. Juli 2015 kommen einige relevante neue Gesetze und Regelungen auf deutsche Verbraucher zu. Vor allem Rentner und frisch gebackene Eltern sind von den Veränderungen betroffen, die mit Beginn des dritten Jahresquartals greifen: Sowohl Senioren als auch Väter und Mütter dürfen sich über finanzielle Vorteile freuen. Sparern winkt ab Juli eine bessere Einlagensicherung.

Die erste Hälfte von 2015 ist vorbei, das dritte Quartal bricht an: Ab dem 1. Juli greifen einige gesetzliche Veränderungen, die vor allem für Rentner, Eltern und Sparer relevant sind, berichtet die „Welt“.

Veränderungen für Senioren: Rentenerhöhung ab 1. Juli 2015

Die Zahlungen aus der gesetzlichen Rentenkasse steigen ab dem 1. Juli 2015. Konkret bedeutet dies eine Rentenerhöhung um 2,1 Prozent in den alten und um 2,5 Prozent in den neuen Bundesländern. Die Rente wird aus den im Verlauf des Arbeitslebens angesammelten Entgeltpunkten errechnet, deren Wert vom sogenannten Rentenwert abhängt. Dabei handelt es sich quasi um die monatliche Rente für ein Jahr Beschäftigung mit Durchschnittsentgelt – in den alten Ländern steigt dieser Rentenwert ab dem 1. Juli auf 27,05 Euro und in den neuen Ländern auf 29,21 Euro.

Vorteile für teilzeitarbeitende Eltern: Elterngeld Plus

Alle Eltern, die ab dem 1. Juli 2015 Nachwuchs erwarten, können von dem neuen Elterngeld Plus profitieren. Das Modell ermöglicht es teilzeitarbeitenden Eltern, 24 Monate lang Elterngeld zu beziehen – also doppelt so lang wie bisher. In diesem Zeitraum erhalten Bezieher die Hälfte des regulären Elterngelds, das Eltern zusteht, die Vollzeit arbeiten und 12 Monate staatliche Unterstützung bekommen. Arbeiten sowohl Mutter als auch Vater jeweils nicht mehr als 30 Wochenstunden, kann das Elterngeld Plus sogar noch vier Monate länger bezogen werden.

Mehr Sicherheit für Sparer: Neues Einlagensicherungsgesetz tritt in Kraft

Das neue Einlagensicherungsgesetz zur Umsetzung der europäischen Einlagensicherungsrichtlinie tritt am 3. Juli in Kraft. Mit dieser Regelung will der Gesetzgeber die Ersparnisse von Kunden ausländischer Banken vor dem Verlust bei Bankenpleiten besser schützen. Das bislang geltende Mindestschutzniveau – der gesetzlich garantierte Schutz von bis zu 100.000 Euro pro Kunde und pro Bank – bleibt bestehen, soll künftig aber in allen 28 EU-Staaten gelten. Banken in Deutschland besitzen bereits ein Einlagensicherungssystem, das laut „Welt“ in der Regel über die europäischen Garantien hinausgeht. Für deutsche Sparer, die über Geldanlagen im Ausland verfügen, bedeutet das zukünftig mehr Sicherheit.

Außerdem besagt die neue Regelung, dass deutsche Bankkunden schneller an ihr Geld gelangen können. Kontoinhaber sollen ihre Einlagen im kommenden Jahr auf Anfrage innerhalb von sieben Arbeitstagen zurückerhalten können. Aktuell gilt in Deutschland eine Frist von 20 Tagen.

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