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Neuerungen zum 1. Juli für Verbraucher

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 02.07.2016

Einige neue Regelungen gelten ab dem 1. Juli 2016. Davon profitieren nicht nur Rentner und Geringverdiener, für die es unter Umständen mehr Geld gibt. Auch alle Verbraucher, die im Internet Verträge abschließen wollen oder alte Elektrogeräte entsorgen möchten, können sich freuen.

Ab dem 1. Juli 2016 können Rentner sich über mehr Geld freuen und Geringverdiener profitieren unter Umständen von einem höheren Kinderzuschlag. Händler sind außerdem bald verpflichtet, Elektroschrott zurückzunehmen. Außerdem werden für Vertragsabschlüsse im Internet für Verbraucher erleichtert.

Deutliche Rentenerhöhung zum 1. Juli

Der Juli bringt Rentnern die stärkste Rentenerhöhung seit 23 Jahren: In den alten Bundesländern erfolgt eine Erhöhung der Bezüge um 4,25 Prozent, in Ostdeutschland sogar um 5,95 Prozent. Da sich die Höhe der Rente am Einkommen der Beschäftigten orientiert, das im Durchschnitt gestiegen ist, kommt es zu diesem deutlichen Plus. Obwohl  Rentner nun mehr Geld auf ihr Girokonto erhalten, sollen die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung sollen für Beschäftigte gleich bleiben. Arbeitnehmer müssen weiterhin 18,7 Prozent ihres Bruttolohns an die Rentenkasse abführen.

Kinderzuschlag für Geringverdiener steigt

Der maximale Zuschlag, den Familien mit geringem Einkommen erhalten können, steigt ab dem 1. Juli von 140 auf 160 Euro pro Monat und Kind an. Er kann bei der zuständigen Familienkasse für jedes Kind bis 25 Jahre schriftlich beantragt werden, wenn es im Haushalt der Eltern lebt. Der Zuschlag soll Familien dabei unterstützen, die speziellen Bedürfnisse von Kindern zu erfüllen, die über das Bestreiten der Lebenshaltungskosten hinausgehen. Laut Familienministerium griff der Kinderzuschlag im Jahr 2014 bei rund 260.000 Kindern in Deutschland.

Erleichterungen für Verbraucher

Ab dem 1. Juli wird es für Verbraucher außerdem leichter, im Internet Verträge abzuschließen. Durch eine EU-Verordnung werden einheitliche Regeln zu elektronischen Unterschriften geschaffen. Wer zum Beispiel einen Online-Kredit aufnehmen möchte, kann die dafür erforderliche Identifikation leichter durchführen und auch online die nötige Unterschrift leisten. Außerdem wird die Rückgabe von Elektroschrott leichter: Bereits seit Ende Oktober 2015 sind Elektronikhändler mit einer Verkaufsfläche von mindestens 400 Quadratmetern eigentlich verpflichtet, alte Elektrogeräte zur Entsorgung entgegenzunehmen. Allerdings galt dabei eine Übergangsfrist von neun Monaten, die am 23. Juli endet. Ab dann muss dieser Service Verbrauchern überall angeboten werden. Geräte mit bis zu 25 Zentimetern Seitenlänge können grundsätzlich immer abgegeben werden, größere Geräte wie Waschmaschinen und Geschirrspüler müssen die Händler aber nur beim Kauf eines vergleichbaren Produkts zurücknehmen.

Quelle: Welt

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