Unabhängige Finanz- und Versicherungsvergleiche

Neues Gesetz zur Maklerprovision: Bußgeld möglich

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 12.01.2015

Mieter sollen in Zukunft bei der Wohnungssuche finanziell entlastet werden. Ein neues Gesetz zur Maklerprovision sieht vor, den Vermieter zahlen zu lassen – jedenfalls im Normalfall. Es wird das sogenannte Bestellerprinzip gelten. Sollten sich Makler nicht an die Regelung halten, droht ihnen ein Bußgeld in Höhe von bis zu 25.000 Euro.

Das neue Gesetz zur Maklerprovision, welches im Frühjahr 2015 in Kraft tritt, soll weitgehend frei von Schlupflöchern sein und bei Verstoß empfindliche Strafen nach sich ziehen. Die bisherige Regelung wird dabei durch ein überarbeitetes Prinzip ersetzt, bei dem der Besteller die Courtage für den Makler übernimmt – in aller Regel also der Vermieter. Mieter können dabei trotzdem noch zur Kasse gebeten werden, wie unter anderem die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet: Sofern Wohnungssuchende selbst einen Vermittler beauftragen, müssen sie weiterhin eine Provision für den Service zahlen.

Es droht ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro

Dieses Detail im Gesetz könnte unter Umständen ausgenutzt werden: Im Extremfall könnten etwa Vermieter und Makler geheime Absprachen treffen und die Wohnungssuchenden zu Unrecht zahlen lassen. Grundsätzlich hat der Gesetzgeber damit aber gerechnet: Die Absprache wäre ein sogenanntes Umgehungsgeschäft, für das ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro droht.

Neues Gesetz zur Maklerprovision: Der Streitfall vor Gericht

Kommt ein Streit um die Maklercourtage vor Gericht, muss zunächst der Makler seinen Anspruch plausibel machen. Mieter stehen allerdings vor dem Problem, anschließend ihrerseits glaubhaft ihren Standpunkt zu beweisen. Ohne einen Einblick in die Strukturen der Branche könnte sich das unter Umständen schwer gestalten, meint die Bundesrechtsanwaltskammer in ihrer Stellungnahme zum Thema. Doch auch wenn es theoretisch ein Schlupfloch in dem Gesetz gibt, ist es dennoch unwahrscheinlich, dass es regelmäßig ausgenutzt wird. Zudem kann es für Mieter durchaus sinnvoll sein, den Service eines Maklers in Anspruch zu nehmen, etwa wenn sie sehr konkrete Vorstellungen haben oder in einer begehrten Gegend auf der Suche sind.

Aktuelle Finanznews

Finanzverwaltung warnt vor Phishing-Mails
Finanzverwaltung warnt vor Phishing-Mails
Online-Betrüger haben offenbar deutsche Steuerzahler als vielversprechende neue Zielgruppe entdeckt. Aktuell tauchen vermehrt Phishing-Mails von vermeintlichen Finanzämtern auf, die die Empfänger zur Preisgabe...
Offenlegungspflicht für Steuersparmodelle geplant
Offenlegungspflicht für Steuersparmodelle geplant
Komplexe Steuersparmodelle helfen vor allem Vermögenden, mehr von ihrem Geld zu behalten. Wie im Fall der Panama Papers erkennen die Regierungen solche Steuervermeidungsstrategien erst spät. Dagegen soll...
Teure Basiskonten: Verbraucherzentrale mahnt ab
Teure Basiskonten: Verbraucherzentrale mahnt ab
Basiskonten sollen insbesondere Obdachlosen und Flüchtlingen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erleichtern und für eine bessere Integration sorgen. Inzwischen sind Banken und Sparkassen verpflichtet,...

FinanceScout24 Newsletter

Jetzt anmelden und 100 € Amazon Gutschein gewinnen