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Neues Gesetz: Regierung will Bausparkassen stärken

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 13.09.2015

Ein neues Gesetz soll den Bausparkassen mehr Spielraum bei ihren Geschäften geben. Diesen Vorstoß wagt die Bundesregierung, um das staatlich geförderte Bauspargeschäft zu stärken. Die Kassen leiden seit Längerem unter den extrem niedrigen Zinsen. Die Rechte von Kunden mit hochverzinsten Altverträgen sollen jedoch nicht angetastet werden.

Die Bundesregierung plant ein neues Gesetz zur Unterstützung der Bausparkassen, damit Kunden nicht um die ihnen versprochenen Leistungen bangen müssen und Bausparverträge weiterhin attraktiv bleiben. Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) mit Bezug auf eine dpa-Meldung. Den Bausparkassen machen seit Längerem die historisch niedrigen Zinsen zu schaffen.

Bausparkassen dürfen auf Fonds zur Liquiditätssicherung zugreifen

„Wir beabsichtigen, die Belange der Bausparer zu wahren und wollen die Bausparkassen in die Lage versetzen, auch mit den Herausforderungen der Niedrigzinsphase umgehen zu können“, heißt es laut „FAZ“ aus dem Finanzministerium. Demnach soll ein neues Gesetz den Bausparkassen flexiblere Geschäfte erlauben. So sollen sie bei der Nutzung von Geldern aus jenen Fonds mehr Spielraum erhalten, die eigentlich zur Sicherung der Zahlungsfähigkeit bei plötzlichen Hochzinsrisiken gedacht waren.

Erweitertes Geschäftsfeld

Auch die Bereiche, in denen Bausparkassen geschäftlich aktiv sein dürfen, sollen erweitert werden. So sollen sie künftig auch Zwischenfinanzierungen anbieten dürfen und Hypothekenpfandbriefe ausgeben. Ziel des Vorstoßes der Regierung ist es, dass die Bausparkassen auch in Zukunft sichere Erträge erzielen, um die Spareinlagen ihrer Kunden zu garantieren. Zudem sollen sie ihr Kundengeschäft ausweiten und die Risiken gering halten. Wer eine Wohnung mieten oder ein Haus bauen will, soll auch künftig mit gutem Gefühl in die staatlich geförderte Baufinanzierung investieren können. 

Neues Gesetz ändert nichts an Altverträgen

In jüngster Zeit war immer wieder zu hören, dass Bausparkassen vor allem Kunden mit teuren Altverträgen loswerden wollen. Vor dem Ausbruch der globalen Finanzkrise, als die Zinsen noch höher waren, sicherten sie ihren Kunden langjährige Zinsbindungen zu. Es werde jedoch kein neues Gesetz geben, dass die Rechte dieser Bausparer beschneidet, heißt es aus dem Ministerium.

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