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Niedrige Milchpreise: Hilfe für Milchbauern

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 04.06.2016

In den vergangenen zwei Jahren sind die Milchpreise stetig gesunken. Das setzt Milchbauern unter großen Druck, da sie ihre Kosten nicht mehr decken können. Die Bundesregierung will die mehr als 70.000 Erzeuger in Deutschland nun mit einem Hilfspaket von mindestens 100 Millionen Euro unterstützen.

Durch stark gesunkene Milchpreise sind die Milchbauern in Bedrängnis. Die Bundesregierung möchte nun mit mindestens 100 Millionen Euro Soforthilfe für die Milchviehhalter leisten. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hat nun auf einem „Milchgipfel“ mit Vertretern von Milcherzeugern, Handel und Molkereien nach Lösungen für das Problem gesucht.

Verfall der Milchpreise belastet Erzeuger

Für die über 70.000 Milchbauern in Deutschland stellen die seit Monaten sinkenden Milchpreise ein massives Problem dar. Diese kommen zustande, weil sich ein Überangebot an Milch auf den Märkten befindet. Ein Grund hierfür ist das Ende der Milchquote im März 2015. Seitdem können Milchbauern unbegrenzt produzieren. Mittlerweile fällt es durch die gesunkenen Preise vielen Bauern schwer, aus den Erlösen ihre Kosten zu decken: Teilweise sind die Milchpreise auf unter 20 Cent pro Liter gefallen – zur Deckung der Kosten sind aber in der Regel Preise von mindestens 35 Cent pro Liter nötig. Zum Vergleich: Im Jahr 2013 lag der Milchpreis zeitweise bei über 42 Cent pro Liter. Es läuft bereits ein EU-weites Nothilfe-Programm, mit dem Bauern unterstützt werden sollen.

100 Millionen Euro als Soforthilfe für Milchbauern

Nach dem Milchgipfel erklärte Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt, mindestens 100 Millionen Euro in Form von Bürgschaften, Krediten und steuerlichen Entlastungen für die Milchbauern zur Verfügung stellen zu wollen. Geplant ist auch ein Treffen mit den Landes-Agrarministern, die beim Milchgipfel nicht anwesend waren. „Auch die Länder müssen ja ihre Verantwortung mit wahrnehmen, und ich höre ja durchaus Signale, dass man das will“, sagte Schmidt nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Während des Treffens fand ein Protest am Brandenburger Tor statt, den der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter organisiert hatte. Der Verband fordert unter anderem einen Bonus für das Nichtproduzieren von Milch, um das Überangebot zu reduzieren.

 

Quelle: FAZ

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