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Niedrige Zinsen: Festgeld als Hoffnungsträger?

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 18.12.2014

Sparer werden derzeit mit dauerhaft niedrigen Zinsen gebeutelt. Statt einer saftigen Rendite drohen sogar Strafzinsen. Aktuell suchen daher immer mehr Sparwillige nach Alternativen und scheinen das fast vergessene Festgeld wieder für sich zu entdecken. So erklärt sich die Wandlung vom verschmähten Anlageprodukt zum Hoffnungsträger.

Niedrige Zinsen sind für Sparer zum ständigen Begleiter geworden. Die Spirale scheint immer weiter nach unten zu drehen. Auf der Suche nach der höchstmöglichen Rendite haben Bankkunden daher offenbar das Festgeld wieder für sich entdeckt. Wohl auch, um sich vor möglichen negativen Zinsen zu schützen, die von den Banken jetzt schon an Großkunden weitergereicht werden. Dass in der Zukunft auch Privatkunden von einem Strafzins betroffen sein könnten, scheint nicht ausgeschlossen zu sein.

Niedrige Zinsen durch Auslandskonten umgehen?

Um sich sowohl vor Zinsschwankungen und in letzter Konsequenz auch vor negativen Zinsen zu schützen, werden Rücklagen auf Festgeldkonten angelegt. Bei diesem Anlageprodukt werden die Zinsen während der vereinbarten Laufzeit nicht angepasst; im Gegensatz zum Tagesgeld, bei dem die Banken ständig Anpassungen vornehmen können.

In Deutschland sind aktuell zumindest 1,3 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten realisierbar. Wer sich internationalen Banken anvertraut, kommt in Österreich auf 1,5 Prozent. In Bulgarien sind sogar 2,5 Prozent drin. Für drei Jahre bekommen Sparer in Deutschland aktuell 1,7 Prozent per anno.

Experten raten zu kurzen Laufzeiten von einem Jahr bei attraktiven ausländischen Banken und mittelfristigen Anlagen in Deutschland und auch in finanzkräftigen europäischen Ländern.

Sichere Rendite, aber wenig Flexibilität

Festgeld hat jedoch auch eine Schattenseite: Private Anleger kommen während der vereinbarten Laufzeit in der Regel nicht an ihr Erspartes. Um liquide zu bleiben raten Experten daher, nur Geld anzulegen, welches ansonsten sicher nicht benötigt wird. Zudem wird auf ein weiterhin niedriges Zinsniveau spekuliert. Wer sich irrt, kann bei einem Zinsanstieg nicht zu Finanzprodukten mit besserer Rendite wechseln. Über Kombiangebote bei denen zumindest kleine Beträge abgehoben werden können, lässt sich das Risiko verringern.

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