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Online bezahlen: Erstes eigenes Angebot einer Bank

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 02.06.2015

Wie können Kunden bequem online bezahlen? Zahlreiche Anbieter suchen im Moment nach Antworten auf diese Fragen. Der baden-württembergische Ableger der Sparda-Bank hat jetzt als erste deutsche Bank ein eigenes Online-Bezahlsystem im Stil von Paypal angekündigt. Die Bank will dazu mit einer Kreditkartengesellschaft kooperieren.

Ab Anfang Juni will die Sparda-Bank Baden-Württemberg ein Direktsystem für das Online-Bezahlen nach dem Vorbild von PayPal und ähnlichen Anbietern einführen. Das geht aus einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ)“ hervor. Demnach will es die Bank zunächst 100.000 Kunden ermöglichen, via „Master-Pass-Wallet“ online schneller und sicherer einzukaufen. 600.000 Kunden weiterer Sparda-Banken in Deutschland sollen zeitnah folgen.

Online bezahlen: Direktsysteme von deutschen Banken verschlafen?

Der Bank fällt damit in Deutschland eine Vorreiterrolle zu: Sie ist die erste, die hierzulande ein solches System einführt. Der Vorstandsvorsitzende der baden-württembergischen Sparda-Bank, Martin Hettich, ist laut „FAZ“ der Ansicht, dass deutsche Banken den Trend zum direkten Online-Bezahlen, also ohne Umweg über Drittanbieter wie PayPal, „verschlafen“ hätten. Tatsächlich ist das verwendete „Master-Pass-Wallet“, das auf der Kreditkarte des US-Konzerns Mastercard basiert, bereits in über 20 Ländern verfügbar. Das Unternehmen will in Deutschland anscheinend nicht nur mit der Sparda-Bank zusammenarbeiten, hält sich aber noch bedeckt.

Master-Pass-Wallet: Erfolg eine Frage der Händlerakzeptanz

Parallel dazu versucht der Kreditkartenanbieter auch Händler für den Service zu gewinnen. Arne Pache aus der Entwicklungsabteilung von Mastercard bezifferte die Menge an Händlern, die Master-Pass-Wallet akzeptieren, auf weltweit 225.000. In Deutschland läge die Zahl derzeit allerdings noch bei überschaubaren 300 Geschäften, Mastercard will nach eigenen Angaben aber schon bald 3000 weitere Händler hinzufügen.

Online bezahlen auch mit Paydirekt: Sparda-Bank fährt zweigleisig

Auch am Paydirekt-Programm, dem geplanten gemeinsamen Online-Bezahldienst der deutschen Kreditwirtschaft, will sich die Sparda-Bank Baden-Württemberg beteiligen. Vorstandsvorsitzender Hettich dazu: „Es wäre fahrlässig, nur auf eine Lösung zu setzen.“ Ein wichtiger Unterschied der „Master-Pass-Wallet“ zu Paydirekt: Bei der Lösung von Mastercard wird einmal monatlich abgerechnet, Paydirekt belastet das Konto sofort.

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