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Gebühren von Online-Brokern geraten unter Druck

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 13.03.2015

Die Gebühren für den Wertpapierhandel bei Online-Brokern befinden sich im Sinkflug. Ein neuer Anbieter mischt den deutschen Markt derzeit kräftig auf. Statt auf Provisionen setzt er auf Werbeeinnahmen. Unter Umständen könnte der Wertpapierkauf im Internet in absehbarer Zeit sogar komplett kostenlos werden.

Die beim Wertpapierhandel anfallenden Gebühren werden immer geringer. Laut einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen“ (FAZ) könnte der Aktienkauf für Privatanleger unter Umständen bereits in fünf Jahren komplett kostenlos sein.

Neuer Online-Broker setzt Preise unter Druck

Das sagt Jasper Anderluh, Mitgründer des niederländischen Online-Brokers Degiro. Sein Unternehmen ist kürzlich auch in Deutschland an den Start gegangen und setzt die Preise der Wettbewerber hierzulande bereits kräftig unter Druck. Die Gebühren des Neulings liegen mit rund 2,40 Euro für einen 5.000-Euro-Kaufauftrag etwa 80 Prozent unter denen der großen Online-Broker wie Comdirect, der Consorsbank oder der DAB Bank. Am Schalter klassischer Filialbanken können für einen solchen Kauf durchaus Gebühren in Höhe von 50 Euro fällig werden. Gewinne will der Discount-Broker in erster Linie über Werbeeinnahmen machen und nicht über Provisionen von Kunden.

Online-Brokerage in Deutschland zunehmend beliebter

Der Markt ist in Bewegung: 2014 gingen mit Flatex und Benk bereits zwei neue Online-Broker an den Start, die beiden Branchenriesen DAB Bank und Consorsbank planen eine Fusion. Mehrere Millionen Deutsche führen ihr Depot bereits online und die Zahl steigt stetig. Dies liegt der FAZ zufolge zum einen daran, dass immer weniger Kunden ihren Bankberatern vertrauten und lieber selbst entscheiden würden, welche Wertpapiere sie kaufen. Zum andern seien Privatanleger mittlerweile so vertraut mit dem Internet, dass sie keine Scheu mehr hätten, Börsengeschäfte online zu erledigen.

Unterschiedliche Geschäftsmodelle: Günstig vs. Full-Service

Online-Broker reagieren unterschiedlich auf diese Entwicklung. Billiganbieter setzen auf sehr niedrige Gebühren, bieten dafür jedoch auch ein relativ geringes Leistungsspektrum, das sich meist auf den reinen Wertpapierhandel konzentriert. Einige der Discount-Broker verzichten zudem komplett auf ETFs und andere Fonds. Zudem fallen häufig Gebühren für Zusatzleistungen, beispielsweise Depotübertragungen an. Die etablierten Anbieter treten hingegen als Online-Vollbanken auf und bieten neben Online-Brokerage auch Girokonten, Kreditkarten und Tagesgeldkonten an.

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