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Paketzustellung zu Hause nur noch gegen Aufschlag?

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 15.11.2013

Die Paketzustellung wird durch den stetig zunehmenden Online-Versand immer umfangreicher. Doch nur selten treffen die Zusteller die Empfänger persönlich zu Hause an. Jeder dieser nicht erfolgreichen Zustellversuche verursacht Kosten, sodass die großen deutschen Paketdienste darüber nachdenken, die Lieferung ins Haus einzuschränken oder mit einem Aufpreis zu belegen.

Nicht nur für den Empfänger ist eine fehlgeschlagene Paketzustellung ärgerlich. Der Paketbote muss entweder einen erneuten Zustellversuch durchführen oder die Lieferung bei einem Paketshop hinterlegen. In beiden Fällen entsteht ein höherer Aufwand für Kunden und Zusteller. Dass der Online-Versand boomt, verschärft das Problem, sodass die Paketdienste nun über tiefgreifende strukturelle Veränderungen nachdenken. Die Folge: Verbraucher müssten in Zukunft bei der Bequemlichkeit Abstriche machen – oder tiefer in die Tasche greifen.

 

Online-Versand setzt Zusteller unter Druck

Mittlerweile liegt der Anteil der Paketsendungen von Geschäftsadressen zu Privatadressen nach einem Bericht der „Welt“ bei 53 Prozent. Mehr als die Hälfte aller innerdeutschen Sendungen sind somit Lieferungen von Unternehmen an ihre Kunden. Ein großer Teil davon wird durch den Online-Versand der Internethändler verursacht. Allein im ersten Halbjahr 2013 wuchs der Paketmarkt um 3,8 Prozent. Die dadurch ebenfalls steigende Zahl an fehlgeschlagenen Zustellungen bringt die Versandunternehmen an ihre Grenzen. „Wir brauchen einen Bewusstseinswandel. Onlinebesteller müssen sich ihre Sendungen selbst abholen“, sagt GLS-Chef Rico Back gegenüber der „Welt“. Die Flut der Pakete ist sonst bald nicht mehr zu bewältigen.

 

Paketzustellung soll neuen Anforderungen angepasst werden

Die meisten Versandunternehmen planen aus diesem Grund einen Ausbau ihrer Paketshop-Netze und buhlen um die Gunst von Kiosken und anderen Einzelhändlern. „Wenn wir unser Netz an Paketshops wie geplant ausgebaut haben, werden wir darüber nachdenken, ob wir weniger Zustellversuche machen“, sagte DPD-Chef Arnold Schroven in der „Welt“. Auch ein Modell wie in Schweden oder Dänemark wäre in Deutschland denkbar. Dort erfolgt die Paketzustellung grundsätzlich nur an Paketshops. Eine Lieferung nach Hause kostet speziell beim Online-Versand extra. DHL hingegen testet aktuell größere Briefkästen, die ausreichend Platz für Pakete bieten. Eine Lösung, die allerdings nur für Ein- oder Zweifamilienhäuser umsetzbar scheint.

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