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Paydirekt: Neue Möglichkeit der Online-Zahlung

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 11.11.2015

Bankkunden, die online bezahlen möchten, haben dafür eventuell bald eine neue Möglichkeit: Paydirekt ist ein Gemeinschaftsprojekt der deutschen Banken. Während Kunden der Commerzbank den Dienst bereits seit Anfang November nutzen können, sollen die übrigen deutschen Kreditinstitute innerhalb der nächsten Monate nachziehen. Voraussetzung für die Nutzung ist ein Onlinekonto.

Mit Paydirekt ist seit Anfang November ein deutscher Online-Bezahldienst verfügbar, informiert die  „Süddeutsche Zeitung“ (SZ). Dieser könnte einerseits ähnlichen Diensten Konkurrenz machen und andererseits dabei helfen, das Onlinebezahlen im Internet in Deutschland weiter zu etablieren.

So funktioniert Paydirekt

Bankkunden, die Paydirekt nutzen möchten, müssen zunächst für das Online-Banking ihres Girokontos freigeschaltet sein. Hierbei darf jedoch jeder Kunde nur ein einziges Girokonto nutzen, um über Paydirekt online bezahlen zu können. Die Registrierung für Paydirekt erfolgt dann über eine E-Mail-Adresse sowie ein selbstgewähltes Passwort. Über die Anmeldung mit diesen Zugangsdaten wird der Kauf eines Produkts beim kooperierenden Händler bestätigt – dieser kann dann umgehend die Ware verschicken.

Während Kunden der Hypo-Vereinsbank Paydirekt bereits seit Anfang November nutzen können, sollen bis Ende 2015 die nächsten Banken folgen – neben der Commerzbank, der Deutschen Bank und der Postbank sind dies die Ing-Diba, die Targobank sowie mehrere Volksbanken. Die Sparkassen dagegen sollen erst einige Monate später folgen. Noch befindet sich der Onlinebezahlservice in seiner Anfangsphase – auf der offiziellen Internetseite des Dienstes sind aktuell lediglich vier Händler genannt, die bereits mit Paydirekt zusammenarbeiten: neben einem Süßwarenhersteller beispielsweise auch ein Möbelhändler.

Deutscher Online-Bezahldienst als Konkurrent für Paypal?

Paydirekt funktioniert auf ähnliche Weise wie der bekannte Online-Bezahldienst Paypal. Dennoch muss es Paydirekt nicht zwingend darum gehen, die Konkurrenz vom Markt zu verdrängen, so Martin Zielke, Privatkundenvorstand der Commerzbank, laut der SZ: „Da ist noch sehr viel Potenzial, bislang laufen ja gerade mal weniger als drei Prozent aller Einzelhandelsumsätze über das Internet. Der Markt ist daher noch lange nicht verteilt“. Vielmehr könnte Paydirekt dabei helfen, den Einkauf über das Internet in Deutschland weiter zu etablieren und auszubauen: „Weil bei Paydirekt die gesamte Kreditwirtschaft mitmacht, können wir wirklich dafür sorgen, dass die Menschen am Ende mehr über das Internet einkaufen“, so Zielke. Die Commerzbank rechnet laut Zielke in den ersten Monaten mit wenigstens 250.000 Registrierungen. Mit welchen Zahlen die übrigen Banken rechnen, ist laut SZ nicht bekannt.

Online bezahlen: Wie sicher ist Paydirekt?

Wenn Kunden über Paydirekt online bezahlen, sollen Händler deren Kontodaten nicht erhalten. Gelegentlich wird außerdem bei der Bezahlung zusätzlich eine TAN abgefragt – beide Maßnahmen sollen, so ist auf der Internetseite des Dienstes zu lesen, Paydirekt sehr sicher machen. Darüber hinaus sollen ausschließlich deutsche Server benutzt werden – nach aktueller Sorge rund um das Thema Internetspionage ist dies für viele potenzielle Nutzer möglicherweise ein Vorteil. Die Zahlungen sind sehr transparent direkt auf dem Kontoauszug des Girokontos nachvollziehbar. Auch gibt es einen sogenannten Reklamationsservice: Liefert der Händler die Ware nicht, obwohl der Kunde bezahlt hat, muss der Händler nachweisen, dass er die Ware verschickt hat. Kann er dies nicht, erhält der Kunde sein Geld zurück.

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