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Preise für Vermögenswerte 2015 stark gestiegen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 24.02.2016

Um die Entwicklung der Preise für Vermögenswerte darzustellen, ermittelt das Flossbach von Storch Research Institute viermal jährlich den Vermögenspreisindex. Dieser setzt sich aus verschiedenen Einzeldaten aus den Bereichen Finanzvermögen und Sachvermögen zusammen. Im letzten Quartal des Jahres 2015 ließ sich hier die höchste Steigerungsrate seit 2005 beobachten.

Die Preise für Vermögenswerte lagen im vierten Quartal 2015 um 7,8 Prozent höher als im Jahr zuvor – das fand das Flossbach von Storch Research Institute (FSV) anhand seines vierteljährlich erstellten Vermögenspreisindexes heraus.

Preise für Vermögenswerte: Unterschiede bei Finanz- und Sachvermögen

Um die Entwicklung der Vermögenswerte darzustellen, berechnet das Institut den Vermögenspreisindex aus verschiedenen Einzeldaten. Sowohl Wertentwicklungen des sogenannten Finanzvermögens als auch die des sogenannten Sachvermögens sind hier relevant: Während zum Finanzvermögen Lebensversicherungen, Spareinlagen oder auch Aktien gezählt werden, kann sich das Sachvermögen beispielsweise aus Immobilien, Sammlerobjekten oder auch Anteilen an mittelständischen Familienunternehmen zusammensetzen.

Die Sachvermögen erhöhten sich 2015 mit 9,5 Prozent laut „Spiegel Online“ so stark wie niemals zuvor. Innerhalb dieser Kategorie stiegen Betriebsvermögen mit 24,5 Prozent besonders stark, Sammler- und Spekulationsobjekte verteuerten sich um 15,4, Immobilien um 5,9 Prozent. Gerade Immobilien, welche die größte Vermögensposition der Haushalte in Deutschlands darstellen, stiegen im Preis noch nie derartig stark an. Die Finanzvermögen dagegen erhöhten sich im selben Zeitraum um lediglich 0,7 Prozent.

Die besonders wohlhabenden Haushalte in Deutschland profitierten im Jahr 2015 vom größten Preisanstieg für ihre Vermögenswerte seit 2007, nämlich 10,4 Prozent. Weniger wohlhabende Haushalte dagegen verzeichneten einen sehr viel geringeren Anstieg ihrer Vermögenswerte von 2,5 Prozent.

Vermögenspreise und Verbraucherpreise driften auseinander

Während die Preise für Vermögenswerte 2015 stark stiegen, erhöhten sich die Verbraucherpreise im gleichen Zeitraum nur sehr leicht, durchschnittlich legten sie2015 lediglich 0,3 Prozent zu. Gleichzeitig wurden einzelne Produkte sogar billiger, darunter Benzin, Heizöl, Milch oder Fleisch. Die Preise für Vermögenswerte und die Verbraucherpreise entwickeln sich, so „Spiegel Online“, bereits seit rund Jahren entsprechend stark auseinander.

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