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Privatanleger rechnen mit Negativzinsen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 06.09.2016

Negativzinsen für Spareinlagen sind nach Einschätzung vieler Privatanleger künftig nicht unrealistisch. Besonders ältere Sparer glauben häufig, dass sie bald von den Geldinstituten zur Kasse gebeten werden könnten. Dennoch gewinnen risikoreichere und deshalb höher renditestärkere Anlageformen nicht an Beliebtheit.

Viele deutsche Sparer können sich vorstellen, künftig Negativzinsen für ihre Geldanlagen zahlen zu müssen. Das zeigt eine Studie des Marktforschungsinstituts Forsa im Auftrag von Union Investment, für die 500 Privatanleger befragt wurden.

Negativzinsen: Ältere sind besonders pessimistisch

63 Prozent der Befragten halten es für möglich, dass sie in Zukunft für ihre privaten Anlagen, zum Beispiel auf einem Tagesgeldkonto, Negativzinsen zahlen müssen. Neun Prozent sind sich laut der Umfrage sogar sicher, dass dieser Fall eintreten wird, 26 Prozent halten ihn für wahrscheinlich und 28 Prozent zumindest für möglich. Vor allem ältere Privatanleger sind dabei pessimistisch: In der Altersgruppe zwischen 50 und 59 Jahren halten 66 Prozent Negativzinsen für möglich, bei den 30- bis 39-Jährigen dagegen nur 59 Prozent. Mit einem Anteil von 45 Prozent ist der größte Teil der Befragten der Ansicht, durch die Niedrigzinsphase eher finanzielle Nachteile zu haben, nur 17 Prozent profitieren nach eigenen Angaben vom niedrigen Zinsniveau. Dieses wird nach Ansicht von 72 Prozent konstant bleiben, 17 Prozent rechnen mit noch weiter sinkenden Zinsen und nur neun Prozent glauben, dass sie wieder steigen werden.

Privatanleger bleiben vorsichtig

Die Angst vor Negativzinsen sorgt allerdings nicht dafür, dass die Privatanleger sich für risikoreichere Anlageformen entscheiden: Für 38 Prozent sind Aktien attraktiv und für 30 Prozent Investmentfonds – diese Werte haben sich kaum verändert. Immobilien sind mit einem Wert von 75 Prozent nach wie vor die beliebteste Anlageform, Gold hat auf der Beliebtheitsskala um 17 Prozent zugelegt und ist für 57 Prozent der Befragten attraktiv. Das Tagesgeld hat allerdings in der Niedrigzinsphase deutlich an Beliebtheit verloren und ist nur noch für 19 Prozent interessant.

Quelle: Union Investment

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