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Private Vermieter: Meist weniger Mieterhöhungen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 20.06.2016

Eine Umfrage zeigt, dass private Vermieter eher selten die Miete erhöhen. Sie nutzen lieber einen Mieterwechsel für Mieterhöhungen und sehen von einer Anhebung in laufenden Mietverhältnissen ab. Außerdem wurde deutlich, dass viele Vermieter sich für eine Modernisierung ihrer Wohnungen entscheiden.

Wie der Eigentümerverband Haus & Grund in einer Umfrage herausgefunden hat, haben private Vermieter ihre Mieten im vergangenen halben Jahr im Durchschnitt nicht erhöht. Die durchschnittliche Nettokaltmiete in einem Mehrfamilienhaus liegt im ersten Halbjahr 2016 mit 7,55 Euro pro Quadratmeter sogar einige Cent unter der aus dem zweiten Halbjahr 2015. Der Verband befragte 2.200 private Vermieter, die insgesamt 6.355 Wohnungen besitzen.

Vermieter wollen langjährigen Mietern nicht die Miete erhöhen

Private Vermieter nutzen anscheinend lieber einen Mieterwechsel als Anlass für eine Mieterhöhung, anstatt in einem bestehenden Mietverhältnis die Miete zu erhöhen. Rund 25 Prozent der Befragten gaben an, ausschließlich zu einem solchen Anlass die Miete heraufzusetzen. Der Verband hat die Abweichung der Mieten von der ortsüblichen Vergleichsmiete untersucht und festgestellt, dass die Miete bei privaten Vermietern in den ersten zwei Jahren um rund sieben Prozent höher ist als die Vergleichsmiete. Mit steigender Mietdauer fällt sie aber immer weiter unter den Durchschnitt. So liegt sie zum Beispiel bei einer Mietdauer von 40 bis 50 Jahren um fast 15 Prozent unter der Vergleichsmiete.

Der Eigentümerverband erklärt dies mit dem Wunsch privater Vermieter, ihre Mieter lange zu halten und sie nicht abzuschrecken, indem sie die Miete erhöhen. Rund 55 Prozent der befragten Vermieter hatten im aktuellen Mietzeitraum keine Erhöhung der Miete vorgenommen, bei diesen liegt die letzte Erhöhung im Durchschnitt 5,1 Jahre zurück – rund neun Prozent dieser Mietverhältnisse laufen sogar seit über zehn Jahren, ohne dass die Vermieter die Miete erhöhen wollten. Bei rund 45 Prozent der Vermieter gab es dagegen eine Mieterhöhung im aktuellen Mietzeitraum.

Viele private Vermieter modernisieren ihre Wohnungen

Nach wie vor sind viele private Vermieter daran interessiert, ihr Wohneigentum zu modernisieren. Rund 21 Prozent der Befragten hatten in den vergangenen Jahren eine Modernisierung – finanziert etwa über einen Modernisierungskredit – durchgeführt. Dabei wurden häufig die Fenster, die Heizung oder das Dach erneuert, für eine Modernisierung der Fassade entschieden sich mit elf Prozent der Befragten deutlich weniger Vermieter als früher. In knapp neun Prozent der Wohnungen werden regenerative Energien genutzt, in erster Linie Sonnenenergie. Die Umfrage zeigt, dass die Heizkosten in Wohnungen, die regenerative Energien nutzen, rund zehn Prozent niedriger sind als in anderen Wohnungen.

Quelle: Haus & Grund

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