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Rauchmelderpflicht: Verstoß gefährdet Versicherung

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 18.04.2013

Der Verstoß gegen gesetzliche Vorschriften stellt häufig den Versicherungsschutz in Frage – so auch bei der Rauchmelderpflicht. Haus- und Wohnungseigentümer, aber auch Versicherungsmakler sind hier in der Verantwortung. Manche Versicherungsunternehmen zeigen sich jedoch kulant.

Der "Versicherungsbote" warnt Haus- und Wohnungseigentümer eindringlich vor einem Verstoß gegen die Rauchmelderpflicht: Haben sie die Geräte nicht vorschriftsmäßig installiert, können sie damit ihren Versicherungsschutz gefährden - bei einem Feuerschaden zahlt die Wohngebäudeversicherung dann unter Umständen nicht mehr.

Gesetzeslage deutschlandweit unterschiedlich

Die Versicherungen können sich in so einem Fall auf eine sogenannte Obliegenheitsverletzung berufen, wenn sie in den Verträgen mit ihren Kunden vereinbart haben, dass diese alle gesetzlichen, behördlichen und vereinbarten Sicherheitsvorschriften zu erfüllen haben. Eine Rauchmelderpflicht gilt in fast allen deutschen Bundesländern, nur vier Länder haben sie noch nicht eingeführt:

  • Baden-Württemberg
  • Berlin
  • Brandenburg
  • Sachsen

Dabei stehen nicht die Mieter einer Immobilie in der Verantwortung, sondern Haus- oder Wohnungseigentümer beziehungsweise der Bauherr im Fall eines Neubaus.

Aufklärungspflicht der Makler

Allerdings besteht auch für den Makler, der die Police vermittelt, eine umfassende Aufklärungspflicht. Ist ein Haus- oder Wohnungseigentümer nicht auf die Vorschrift aufmerksam gemacht worden und verliert dadurch seinen Versicherungsschutz, kann er den Makler haftbar machen. Es haben allerdings auch schon einige Versicherungsunternehmen, darunter die Mannheimer Versicherung AG und die Westfälische Provinzial Versicherung AG, Entwarnung gegeben: Sie leisten auch bei defekten oder fehlenden Rauchmeldern.

Rauchmelder unbedingt empfehlenswert

Deren Installation ist aber auch völlig unabhängig von Versicherungsschutz und Rauchmelderpflicht sinnvoll. So sterben jedes Jahr 400 bis 500 Menschen in Folge eines Wohnungsbrandes. Um dies zu verhindern, sollten Haus- und Wohnungseigentümer mindestens in den Schlafzimmern und auf den Fluchtwegen einen Rauchmelder anbringen. Weiterhin sollten diese regelmäßig überprüft werden.

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