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Vermietetes Wohneigentum bringt gute Rendite

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 17.07.2015

Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Vermietung von Wohneigentum in der Regel eine bessere Rendite bringt als zahlreiche andere, teilweise deutlich risikoreichere Geldanlagen. Selbst in Krisenzeiten haben Eigentumswohnungen eine beachtliche Rendite abgeworfen. Allerdings könnte eine Zinswende diese Anlageform in Zukunft deutlich weniger interessant machen.

Der Erwerb von Wohneigentum, um es zu vermieten, ist im Regelfall eine Geldanlage mit überdurchschnittlicher Rendite. Zu diesem Schluss kommt der Immobilieninvestor Wertgrund in einer aktuellen Untersuchung, bei der die Entwicklung von Mietrenditen mit den Renditen anderer Anlageformen verglichen wurde. Wie die „Welt“ berichtet, erzielten Immobilienbesitzer zwischen 1992 und 2014 eine durchschnittliche Jahresrendite von mehr als acht Prozent.

Rendite für vermietetes Wohneigentum höher als bei internationalen Aktien

Berücksichtigt wurden die Gesamtrenditen – also die jährlichen Mieteinnahmen zuzüglich der Wertsteigerung des Objekts – in 127 deutschen Städten. Mit einer mittleren Rendite von 8,1 Prozent pro Jahr lagen die Erlöse aus vermietetem Wohneigentum deutlich über den Renditen festverzinslicher Anleihen. So lag beispielsweise die durchschnittliche Wertsteigerung des Rentenindex Rex im selben Zeitraum nur bei 6,3 Prozent.

Selbst renditeträchtigere, aber auch risikoreichere Aktienanlagen brachten im Schnitt nicht in jedem Fall bessere Renditen als vermietetes Wohneigentum. So brachte es der MSCI World Index, einer der weltweit wichtigsten Aktienindizes, der über 1.600 Aktien aus 23 Ländern enthält, im Schnitt nur auf eine jährliche Rendite von 6,9 Prozent. Lediglich Besitzer eines Indexfonds (ETF) mit DAX-Werten konnten im Vergleichszeitraum mit einer durchschnittlichen jährlichen Wertsteigerung von 10 Prozent höhere Renditen erzielen als Besitzer von vermieteten Eigentumswohnungen.

Vergleichsweise geringe Wertschwankungen bei Wohneigentum

Allerdings ist die teilweise bessere Rendite von Aktienanlagen auch mit einem höheren Risiko verbunden, da Wertpapiere eine deutlich höhere Volatilität aufweisen. Während der Finanzkrise stürzte die Wertentwicklung für Dividendenpapiere teilweise um bis zu 40 Prozent ins Minus, in anderen Jahren legten Aktien allerdings einen Wertzuwachs in ähnlichem Ausmaß hin. Bei vermietetem Wohneigentum fielen die Schwankungen deutlich moderater aus: Das größte Minus lag lediglich bei 0,6 Prozent, der maximale Zuwachs bei 18,7 Prozent. „Selbst in den Krisenjahren 2008 und 2009 lagen die Mietrenditen noch über vier Prozent“, erklärt Wertgrund-Vorstand Thomas Meyer gegenüber dem Online-Fachmedium „Der Fondsbrief“.

Enger Zusammenhang zwischen Rendite aus Vermietung und Zinsentwicklung

Die Gesamtrendite für Wohnimmobilien steht in engem Zusammenhang mit den Konditionen für Baufinanzierungen. Günstige Finanzierungen sorgen zwar grundsätzlich für höhere Renditen, haben allerdings auch zu einem massiven Anstieg der Immobilienpreise geführt. Im Fall einer Zinswende könnte sich die Ausgangssituation massiv verschlechtern: Wohneigentum wäre dann für viele nicht mehr finanzierbar und die rückläufige Nachfrage könnte zu einem Preisverfall führen.

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