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Rente mit 63 Jahren: Große Nachfrage, hohe Kosten

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 21.11.2014

Deutlich mehr Beschäftigte als erwartet beantragen die abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren und wollen die Chance auf einen frühen Renteneinstieg ergreifen. Durch die höhere Nachfrage steigen jedoch auch die Kosten über die im Rahmen des Rentenpakets einst kalkulierten Werte hinaus. Bereits im nächsten Jahr könnte die Rente mit 63 bereits doppelt so teuer werden wie geplant.

Bereits bevor das Rentenpaket um Mütterrente und Rente mit 63 Jahren beschlossen worden war, hatte es bereits Kritik gehagelt. Die voraussichtlichen Kosten des Pakets standen dabei im Mittelpunkt. Jetzt bestätigen sich die Befürchtungen einiger Kritiker: Laut der Äußerung eines Sprechers der Deutschen Rentenversicherung gegenüber der „RP“ beantragen deutlich mehr Menschen die abschlagsfreie Rente nach 45 Arbeitsjahren, als zuvor gedacht. Dieser Trend könnte sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen.

Rente mit 63 Jahren boomt

Laut Informationen der Deutschen Rentenversicherung sind bisher bereits 163.000 Anträge für die Rente mit 63 Jahren eingegangen. 110.000 davon sind bereits bearbeitet und größtenteils auch bewilligt worden. Damit übersteigt die tatsächliche Nachfrage die kalkulierten Erwartungen bei Weitem. Für das kommende Jahr rechnet die Rentenversicherung mit Kosten in Höhe von drei Milliarden Euro. Bisher waren Regierung und Behörden von 1,9 Milliarden Euro ausgegangen.

Auch für das laufende Jahr zeichnen sich mit geschätzten 1,5 statt der erwarteten 0,9 Milliarden Euro deutliche Mehrkosten ab. Bereits bevor das Rentenpaket beschlossen worden war, hatten einige Politiker vor den möglichen Folgen der Rente mit 63 Jahren gewarnt. Würden zu viele Arbeitnehmer früher abschlagsfrei in Rente gehen, könnte dies die Sicherheit der Rente gefährden und eine Kürzung der Rentenleistungen bedeuten. Ohne eine zusätzliche private Altersvorsorge würde es dann für zukünftige Rentner noch deutlich schwieriger werden als aktuell, den gewohnten Lebensstandard im Alter zu halten.

Nachfrage könnte noch weiter steigen

Arbeitsmarktforscher rechnen darüber hinaus mit einer weiterhin erheblichen Nachfrage. In den nächsten Jahren kommen vor allem Beschäftigte der geburtenreichen Jahrgänge 1950 bis 1964 für die Rente mit 63 Jahren in Frage, welche noch immer eine besonders wichtige Rolle bei der Rentenfinanzierung spielen. Die Forscher rechnen damit, dass 300.000 bis 400.000 aktuell noch Beschäftigte in den nächsten Jahren früher aus dem Berufsleben austreten könnten. Das würde hohe Kosten und sinkende Einnahmen für die Rentenkasse bedeuten.

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