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Rente für Frauen: Nachholbedarf bei der Vorsorge

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 19.01.2015

Zukünftig wird in Deutschland der Abstand zwischen dem Arbeits- und Renteneinkommen weiter wachsen. Davon sind zwar alle Bevölkerungsteile betroffen, vor allem aber die Rente für Frauen wird wohl oft nicht ausreichen, um die finanzielle Unabhängigkeit zu gewährleisten. Eine Studie hat einige der Fakten des Problems herausgearbeitet und beschreibt zudem mögliche Lösungen.

Eine bessere Qualifikation, mehr Erwerbsarbeit und eine stärkere Anrechnung der Kindererziehung haben die Rente für Frauen ansteigen lassen. Dennoch muss diese Bevölkerungsgruppe „mehr für ihre Alterssicherung tun“ - zu dem Schluss kommt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in einer aktuellen Studie.

Finanzielle Unabhängigkeit in Gefahr

Grundsätzlich werde künftig das Rentenniveau von augenblicklich rund 48 Prozent des durchschnittlichen Einkommens auf 42 Prozent im Jahr 2050 sinken, erläutert der GDV. Frauen sind davon entweder direkt über die gesetzliche Rente oder indirekt über die Witwenrente betroffen. Damit im Alter ausreichend Geld zur Verfügung steht, muss daher mit mehreren Strategien gleichzeitig vorgesorgt werden, etwa mit einer zusätzlichen privaten Altersvorsorge oder einer betrieblichen Rente.

Mehr Rente für Frauen: Weitere Lösungsansätze

Darüber hinaus könne eine bessere Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt dazu führen, die finanzielle Unabhängigkeit im Alter zu verbessern, ergänzt der GDV. Arbeitgeber könnten beispielsweise Strukturen schaffen, bei denen Karriere und Familie besser miteinander zu vereinbaren sind. Aufseiten der Versicherungswirtschaft könnte eine Verbesserung der Transparenz zu einer effektiveren Vorsorge führen: Finanzprodukte könnten für Laien etwas verständlicher präsentiert und erklärt werden. Schließlich könnten die Barrieren für eine betriebliche Altersvorsorge gesenkt und die Riester-Rente für Frauen attraktiver beworben werden. Denn riestern lohnt sich oft, wenn der Versicherungsnehmer relativ alt wird – und im Durchschnitt haben Frauen eine höhere Lebenserwartung als Männer.

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