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Rente mit 63 Jahren: Frührentner bekommen mehr

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 10.06.2015

Es klingt zunächst widersinnig, doch wer die Rente mit 63 Jahren beantragt, erhält im Durchschnitt mehr Geld als diejenigen, die bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze mit 65 Jahren arbeiten. Dies geht aus aktuellen Zahlen der Deutschen Rentenkasse hervor. Grund dürften die trotz früherem Renteneintritt konstanteren Beitragszahlungen sein.

Arbeitnehmer, die sich für die abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren entscheiden und vorzeitig aus dem Erwerbsleben ausscheiden, erhalten im Durchschnitt offenbar deutliche höhere Rentenbezüge als das Gros der Rentner, die erst mit 65 Jahren in den Ruhestand gehen. Dies geht aus neuen Daten der Deutschen Rentenversicherung hervor.

Wer Rente mit 63 Jahren wählt, hat überdurchschnittlichen Rentenanspruch

Im Durchschnitt lagen die monatlichen Rentenbezüge derjenigen, die sich für die Rente mit 63 Jahren entschieden bei 1.352 Euro im Westen und bei 1.027 Euro in den ostdeutschen Bundesländern. Ruheständler, die sich erst mit dem Erreichen der Regelaltersgrenze aus dem Erwerbsleben verabschiedeten, erhielten hingegen durchschnittlich nur 975 Euro Rente. Auch bei Frauen, deren Rentenansprüche im Schnitt aufgrund längerer beitragsfreier Zeiten deutlich unter dem Mittelwert männlicher Pensionäre liegen, ist eine deutliche Differenz bei der Höhe der Bezüge erkennbar. Die 25.288 Frauen, die die abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren bis Ende Dezember in Anspruch nahmen, erhielten im Durchschnitt 998 Euro (West) beziehungsweise 931 Euro (Ost) Rente. Bei der regulären Altersrente liegen die durchschnittlichen monatlichen Bezüge von Frauen nur bei 533 Euro.

Trotz früherem Renteneintritt mehr Beitragsjahre

Der Grund für die deutlichen Unterschiede bei der Rentenhöhe sind die im Schnitt längeren Beitragsperioden den Frührentner. Wer die Rente mit 63 Jahren in Anspruch nehmen möchte, muss mindestens 45 Jahre lang in die Rentenkasse eingezahlt haben. Auf diese Anzahl von Beitragsjahren kommen viele Arbeitnehmer selbst dann nicht, wenn sie bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze im Erwerbsleben stehen. Daraus resultiert die deutlich niedrigere Durchschnittsrente bei regulärem Renteneintritt, die ohne zusätzliche private Vorsorge oft nicht ausreicht, um den gewohnten Lebensstandard halten zu können.

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