Unabhängige Finanz- und Versicherungsvergleiche

Rentenpaket: Länger arbeiten erhöht Rentenanspruch

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 27.10.2014

Zahlen belegen: Die Rente mit 63 scheint für die Deutschen sehr interessant zu sein. Wer allerdings über die Regelaltersgrenze hinaus arbeitet, kann seinen Rentenanspruch durch Zuschläge erhöhen. Die private Altersvorsorge kann ebenfalls genutzt werden, um die Rentenzahlungen zu erhöhen.

Im ersten Monat nach der Einführung des Rentenpakets zum 1. Juli 2014 haben bereits 85.000 Bundesbürger einen Antrag für die Rente mit 63 bei den Rentenkassen gestellt, berichtet die „Zeit“. Für August liegen noch keine Zahlen vor. Der vorzeitige Eintritt in die Rente scheint für die Bundesbürger damit sehr attraktiv zu sein. Seitdem die Rente mit 63 zum 1. Juli dieses Jahres eingeführt wurde, ist viel über den vorgezogenen Ruhestand diskutiert worden. Dass auch ein späterer Renteneintritt mit dem neuen Rentenpaket durchaus Vorteile bietet, nimmt in der öffentlichen Debatte zum Thema bislang jedoch kaum Raum ein.

Arbeiten über die Regelaltersgrenze hinaus erhöht Rentenanspruch

Arbeitnehmer, die später als vom Gesetzgeber vorgesehen in Rente gehen, erhalten nämlich attraktive Zuschläge. Ausschlaggebend dabei ist die Regelaltersgrenze für den Renteneintritt, die in den nächsten Jahren schrittweise auf 67 Jahre angehoben werden wird. Ab Erreichen der Regelaltersgrenze wird die Rente ohne Abschläge ausgezahlt. Wer über die Regelaltersgrenze hinaus arbeitet, erhält pro Monat einen Aufschlag von 0,5 Prozent auf seine zukünftige Rente.

Dies bedeutet bei einem Jahr Mehrarbeit bereits 6 Prozent mehr Rente. Wie die „Zeit“ vorgerechnet hat, entspricht das für einen Durchschnittsrentner mit einem Rentenanspruch in Höhe von 1.287,45 Euro monatlich einem monatlichen Plus von 77 Euro. Da weiterhin Rentenbeiträge gezahlt werden, erhöhe sich zudem der Rentenanspruch weiter. De facto bedeute ein Jahr Erwerbstätigkeit über die Regelaltersgrenze hinaus in diesem Beispiel 110 Euro mehr Rente pro Monat. Bei zwei Jahren Arbeit nach Erreichen der Regelaltersgrenze entstünde ein Anspruch auf rund 17 Prozent mehr Rente.

Mit ausreichender Altersvorsorge lässt sich die Rente erhöhen

Eine interessante Variante für Personen, die beispielsweise über eine Kapitallebensversicherung oder Riester-Rente ausreichend vorgesorgt haben, ist der spätere Renteneintritt ohne längeres Arbeiten. Der Zuschlag von 0,5 Prozent monatlich wird nämlich auch für jeden Monat gewährt, in dem die Rente nach Erreichen der Regelaltersgrenze nicht beantragt wird. Laut einer Untersuchung des Frankfurter Wirtschaftsprofessors Raimond Maurer rentiere es sich, den Ruhestand zunächst aus Sparvermögen zu finanzieren, um dann eine höhere Rente zu erhalten.

Aktuelle Versicherungsnews

Immobilienkauf zur Altersvorsorge beliebt
Immobilienkauf zur Altersvorsorge beliebt
Nach Ansicht zahlreicher Bundesbürger lohnt sich ein Immobilienkauf vor allem dann, wenn man damit für das Alter vorsorgen möchte. Laut einer Umfrage halten viele ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung...
Renteninformation animiert zum Sparen fürs Alter
Renteninformation animiert zum Sparen fürs Alter
Einmal im Jahr steckt sie bei einem Großteil der Bundesbürger im Briefkasten: Die Renteninformation der gesetzlichen Rentenversicherung. Meist verschwinden die Schreiben schnell in der Ablage. Doch offenbar...
Rabatt für Elektro-Autos bei der Versicherung
Rabatt für Elektro-Autos bei der Versicherung
Nach Kaufprämie und verlängerter Steuerbefreiung können Käufer von Elektro-Autos jetzt auch noch bei der Versicherung von Vergünstigungen profitieren. An mangelnder Förderung sollte der Durchbruch der...

FinanceScout24 Newsletter

Jetzt anmelden und 100 € Amazon Gutschein gewinnen