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Rentenbezug der Deutschen dauert immer länger

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 30.07.2016

Durch die steigende Lebenserwartung verlängert sich auch der Rentenbezug der Deutschen: Mittlerweile beziehen Frauen im Durchschnitt über 20 Jahre lang Rente, Männer verbringen durchschnittlich 17,5 Jahre als Rentner. Eine drastische Erhöhung des Renteneintrittsalters lehnt Bundesarbeitsministerin Nahles (SPD) aber ab.

Die Deutschen sind immer länger Rentner: In den vergangenen fünfzig Jahren hat sich die Dauer des Rentenbezugs ungefähr verdoppelt. Das liegt vor allem an der gestiegenen Lebenserwartung der Rentner. Neben der Zukunft der betrieblichen und privaten Vorsorge wird daher von der Politik derzeit auch eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters diskutiert.

Rentenbezug umfasst bei Frauen über zwanzig Jahre

Die Deutsche Rentenversicherung meldet seit Jahren steigende Zahlen für die Dauer des Rentenbezugs der Bundesbürger: Während Männer 1960 im Durchschnitt nur 9,6 Jahre Rente bezogen, waren es 1980 schon 11 Jahre und 2001 durchschnittlich 13,8 Jahre. Besonders stark ist die Bezugsdauer aber seit der Jahrtausendwende angestiegen: 2015 waren es bereits 17,5 Jahre, die ein Mann im Durchschnitt als Rentner verbringt – also 7,9 Jahre mehr als 1960. Bei Frauen zeigt sich eine ähnliche Entwicklung, die aber noch deutlicher ausfällt: Im Jahr 1960 bezogen sie für durchschnittlich 10,6 Jahre Rente, 1980 waren es 13,8 Jahre und 2001 schon 18,9 Jahre. 2015 wurde dann der bisherige Höchstwert von 21,7 Jahren erreicht. Bei den Frauen kam es also zu einem Anstieg der Rentenbezugsdauer um durchschnittlich 11,1 Jahre innerhalb der vergangenen 55 Jahre.

Deutsche sollen später Rentner werden

Um auf die steigenden Bezugszeiten zu reagieren und das Rentensystem zu entlasten, fordern einige Stimmen eine Anhebung des Renteneintrittsalters, wodurch sich der Rentenbezug verkürzen würde. So sind Junge Union und Teile der CDU für eine Anhebung der Regelaltersgrenze auf deutlich mehr als 67 Jahre. Das Institut der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) spricht sich sogar für einen Rentenbeginn mit 73 Jahren ab 2041 aus. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) zeigt sich für diese Forderungen allerdings nicht offen. Nach Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) erklärte sie in Berlin: „Es ist ein Irrglaube, dass wir alle älter und fitter werden. Wer 40 Jahre auf dem Bau gearbeitet hat, kann irgendwann nicht mehr.“ Die Ministerin wies auch darauf hin, dass es bereits jetzt möglich sei, später Rentner zu werden und durch Erwerbstätigkeit über die Regelaltersgrenze hinaus zusätzliche Rentenpunkte zu erhalten. Man solle nicht alle Arbeitnehmer über einen Kamm scheren.

Quelle: FAZ

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