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Studie belegt hohe Restschuldversicherungskosten

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 13.01.2013

Die Verbindlichkeiten eines Ratenkredits können für den Fall von Arbeitslosigkeit oder einem vorzeitigen Ableben abgesichert werden. Doch eine neue Studie von Öko-Test belegt, dass eine Restschuldversicherung die Kosten gerade bei der Autofinanzierung unverhältnismäßig in die Höhe treibt.

Schon länger steht die Restschuldversicherung wegen ihrer Kosten in der Kritik. Sinnvoll kann sie besonders bei einem hohen Ratenkredit sein, mit dem der Darlehensnehmer seine Angehörigen im Fall seines vorzeitigen Ablebens nicht belasten möchte. Ebenfalls kann sie als Schutz vor den finanziellen Folgen einer unerwarteten Arbeitslosigkeit dienen. Ein klassischer Fall, bei dem die Risikoversicherung zum Tragen kommt, ist daher die Kfz-Finanzierung. Doch gerade hier lässt eine Restschuldversicherung die Kosten immens steigen, wie eine Studie von Öko-Test jetzt belegt.

Großer Aufschlag für umfangreichen Schutz

Um die tatsächlichen Kosten einer Restschuldversicherung beim Autokauf zu überprüfen, testeten die Verbraucherschützer 22 herstellergebundene Auto- sowie ausgewählte Onlinebanken. Dabei legten sie den Kauf eines 25.000 Euro teuren Wagens zugrunde, von dem sie 17.500 Euro per Darlehen finanzierten. Das Ergebnis: Pro 100 Euro des Kredits lagen die Restschuldversicherungskosten zwischen 4,58 und 10,20 Euro - zum Teil also bei über 10 Prozent. Verzichtet der Autokäufer auf eine Absicherung gegen Arbeitslosigkeit, sind es noch 2,73 bis 4,20 Euro.

Restschuldversicherung: Kosten oft versteckt

Da die Police in der Regel als Einmalzahlung auf die Kreditsumme angerechnet wird, lässt sie den effektiven Jahreszins deutlich steigen. Allerdings muss die Restschuldversicherung mit ihren Kosten nur dann auch ausgewiesen werden, wenn sie Bedingung für die Finanzierung ist. Verbraucher sehen also nicht immer auf den ersten Blick, was auf sie zukommt.

Nachteile bei Ballonfinanzierung

Neben den hohen Kosten und der mangelnden Transparenz kritisiert Öko-Test weiterhin den schlechten Service vieler Banken. Zwar zahlen diese im Todesfall meist anstandslos, bei Erwerbslosigkeit jedoch greifen häufig eine Wartezeit und eine Karenzzeit von jeweils 90 Tagen. Im Falle einer Ballon- beziehungsweise Drei-Wege-Versicherung sind die Kreditnehmer oft noch schlechter gestellt, da die fällige Schlussrate nur selten im Schutz gegen Arbeitslosigkeit oder Arbeitsunfähigkeit eingeschlossen ist.

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