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Ruhestand: Niedrigzinsen schrecken von Vorsorge ab

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 15.05.2016

Wer im Ruhestand finanziell ausreichend versorgt sein möchte, sollte beizeiten privat vorsorgen und sich nicht ausschließlich auf die eigene Rente verlassen. Niedrigzinsen lassen das Zurücklegen von Geld derzeit allerdings weniger lohnenswert erscheinen. Entsprechend sind laut einer aktuellen Studie unterschiedliche Formen der Geldanlage bei vielen Bundesbürgern zurzeit wenig beliebt.

Mehr als die Hälfte der Deutschen sieht aufgrund der aktuellen Niedrigzinsen davon ab, in Zukunft die private Vorsorge für den Ruhestand auszubauen, so lautet ein wichtiges Ergebnis des Deutschland-Reports 2016 der AXA-Versicherung.

Niedrigzinsen: Mehrheit erachtet zusätzliche Vorsorge als nicht lohnenswert

Für den Report zu den Themen Ruhestandsplanung und Ruhestandsmanagement wurden in sämtlichen 16 Bundesländern insgesamt 3324 erwerbstätige sowie im Ruhestand befindliche Bundesbürger befragt. Es zeigte sich: 55 Prozent sind der Meinung, dass es sich für sie aufgrund der derzeitigen Niedrigzinsen nicht lohnt, privat in zusätzliche Anlagen zu investieren, um für das Alter vorzusorgen. Gleichzeitig gaben 32 Prozent der befragten Erwerbstätigen an, sich vor Altersarmut zu fürchten.

Gleichzeitig räumte eine Mehrheit der Befragten der finanziellen Vorsorge für den Ruhestand eine große Bedeutung ein: So zählten mehr als drei Viertel eine entsprechende Absicherung zu den drei wichtigsten Zielen im Leben. In den Bundesländern Berlin, Hessen, Bremen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen geht zudem eine Mehrheit der befragten Berufstätigen davon aus, dass ihre bisherige Vorsorge für den Ruhestand ausreichend ist. Gerade in den neuen Bundesländern jedoch ist ein Großteil der Meinung, dass die eigene Vorsorge nicht genüge. Zudem haben Berufstätige in diesen Regionen besonders selten eine betriebliche Altersvorsorge vorzuweisen.

Fokus auf Immobilien als Vorsorge für den Ruhestand

Im Deutschland-Report wird zudem eine Fokussierung vieler Bundesbürger auf Immobilien als Altersvorsorge enthüllt. So planen 18 Prozent der befragten Erwerbstätigen eine Immobilie zu kaufen, ob über einen Immobilienkredit oder eine andere Art der Finanzierung. 16 Prozent möchten eine Immobilie kaufen, um diese anschließend zu vermieten. Somit stellt laut Report die vermietete Immobilie eine besonders gefragte Form der Finanzanlage dar. Im Vergleich plant beispielsweise nur jeder zehnte Berufstätige zusätzliche Spareinlagen, eine betriebliche Altersversorgung oder eine private Renten- oder Lebensversicherung.

Dr. Patrick Dahmen, Vorstandsmitglied der AXA Konzern AG, sieht die recht deutliche Fokussierung der Bundesbürger auf Immobilien als Altersvorsorge durchaus kritisch: „Die anhaltenden Niedrigzinsen lassen die Sparbereitschaft der Erwerbstätigen erlahmen. Doch für einen auskömmlichen Ruhestand müssen sie heute privat etwas für morgen zur Seite legen. Die einseitige Fokussierung auf Immobilien zur Altersvorsorge birgt allerdings Risiken“, so Dahmen. Der Experte weist dabei auch auf mögliche Folgekosten für Instandhaltung, Nebenkosten und Anschlussfinanzierung hin.

Quelle: AXA

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