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Schäuble rechnet mit steigendem Zinsniveau

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 20.09.2014

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble erwartet, dass das Zinsniveau für Bundesanleihen schon bald steigen könnte und Deutschland wieder mehr Zinsen zahlen muss. Die Entwicklung würde auch Baufinanzierungen betreffen und Bauzinsen teurer werden lassen. Für Sparer bieten sich jedoch auch weiterhin nur mäßige Renditeaussichten abseits von Börsenwerten.

Das Zinsniveau für deutsche Staatspapiere ist auf einem historisch niedrigen Stand. Aus diesem Grund muss der Bund aktuell verhältnismäßig wenig Zinsen zahlen, wenn er Geld von Banken, anderen Ländern oder privaten Anlegern aufnimmt. Für Bundesanleihen erhalten Anleger beispielsweise lediglich Zinsen von unter einem Prozent. Wie der „Spiegel“ jetzt berichtet, erwartet Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) nun jedoch, dass die Zinsen steigen werden.

Ende der Eurokrise hebt Zinsniveau

Das Finanzministerium von Wolfgang Schäuble geht davon aus, dass die Zinssätze für deutsche Staatspapiere auf Jahressicht um etwa zwei Prozent steigen werden. Die Anhebung des Zinsniveaus habe damit zu tun, dass die Eurokrise allmählich überwunden sei und sich in Europa ein konjunktureller Aufschwung anbahne. Höhere Zinsen bei Bundesanleihen wirkten sich laut eines Berichts der „Welt“ indirekt auf sämtliche Zinssätze aus. Banken, Unternehmen und private Anleger oder Kreditnehmer sollten sich daher auf die anstehenden Änderungen einstellen. Einen ersten Effekt könnte der Zinsanstieg auf Baufinanzierungen haben. Die Bauzinsen richten sich nach dem Pfandbrief-Zinssatz, der sich wiederum an den Bundesanleihen orientiert. Bankkunden, die eine Baufinanzierung planen oder einen größeren Kredit aufnehmen möchten, sollten daher die Zinsentwicklung aufmerksam beobachten. Bei Kreditaufnahme nach dem erwarteten Zinsanstieg können Angebotsvergleiche helfen, ein noch möglichst günstiges Finanzierungsangebot zu finden.

Sparer profitieren kaum

Das steigende Zinsniveau bei den Bundesanleihen wird allerdings kaum Einfluss auf die Zinsen für Sparanlagen haben, berichtet die „Welt“. Kunden von Tagesgeld- oder Festgeldkonten sollten daher auch weiterhin auf besondere Zinsangebote achten und sich so höhere Zinsen sichern. Wer langfristig anlegen möchte und es dabei auf eine attraktive Rendite abgesehen hat, sollte auf Börsenwerte setzen. Breit aufgestellte Mischfonds mit guter Performance können mit einem Geldanlage-Vergleich ausfindig gemacht werden. Eine umfassende Anlagestrategie kann mit einem Depot verfolgt werden. Dabei kann auf kosteneffiziente ETFs gesetzt werden, um einen hohen Realertrag ermöglichen zu können.

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