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Schwächelndes Pfund könnte Tourismus beeinflussen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 21.07.2016

Der Brexit ist beschlossene Sache – das britische Pfund ist aufgrund des politischen Erdbebens weiter auf Talfahrt und erreicht ein Rekordtief. Das könnte auch die Tourismus-Landschaft nachhaltig verändern – und zwar sowohl in Großbritannien selbst als auch auf dem europäischen Festland. Erlebt London bald einen neuen Besucheransturm?

Der Absturz des britischen Pfund sorgt nicht nur an der Börse für reichlich Turbulenzen, auch in der Tourismusbranche wird man inzwischen hellhörig. Denn das anhaltende Rekordtief der Währung könnte zu einem neuen Reiseboom führen, was Ausflüge nach Großbritannien angeht. Günstigere Hotels und preiswerteres Essen würden vor allem im die teure Hauptstadt London zu einem attraktiveren Reiseziel für Ausländer machen. „Tourismus und Freizeit können unter einem Brexit weiter wachsen“, sagte kürzlich der Chef des Branchenverbandes British Hospitality Associaton, Nick Varney, laut „Frankfurter Allgemeiner Zeitung“ (FAZ)auf einer Konferenz in London.

Britisches Pfund so schwach wie zuletzt 1985

Der durch das Referendum angestoßene EU-Austritt hat Großbritanniens Währung stark im Wert gedrückt: Zeitweise rutschte die Marke auf unter 1,28 US-Dollar – so wenig wie zuletzt im Jahr 1985. Das unter Druck geratene Pfund könnte jedoch nicht nur zu vermehrten Buchungen durch Ausländer führen, auch für die britische Bevölkerung selbst käme ein Urlaub im eigenen Land künftig deutlich günstiger.

Ob sich die Briten durch die Entwicklung ihrer Währung tatsächlich von Reisen ins europäische Ausland abhalten lassen, ist allerdings noch nicht absehbar. Immerhin haben britische Touristen im letzten Jahr in Deutschland laut Statistischem Bundesamt 5,54 Millionen Übernachtungen gebucht – die Folgen einer Zurückhaltung würden hierzulande also deutlich spürbar werden. Viel stärker betroffen von einem derartigen Rückgang des britischen Tourismus wären allerdings Länder wie Griechenland, die Türkei und Spanien – insbesondere die Kanarischen Inseln – betroffen. Denn laut Reiseveranstalter Tui sind das die bisher beliebtesten Reiseziele britischer Urlauber.

Tourismus in London noch zu steigern?

Hotelangestellte in London äußern sich aufgrund der Prognose zum zunehmenden Tourismus in ihrer Hauptstadt eher verwundert, denn meist seien dort die Hotels in der Hauptsaison ohnehin ausgebucht. „Hier in London wird sich nichts ändern, hier ist doch schon jede Menge los“, so etwa die Meinung eines Touristenführers.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung

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