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Hoher Schweizer Franken-Kurs verteuert Skiurlaub

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 15.02.2015

Der teure Schweizer Franken wird für deutsche Skitouristen zunehmend zum Ärgernis. Die Schweizer Tourismusbranche reagiert mit Preisnachlässen auf den Eurokurs und die steigende Anzahl von Stornierungen. Für die Region sind Touristen aus dem europäischen Ausland von großer Bedeutung. Der Tourismusverband plant jetzt umfangreiche Kundenbindungsmaßnahmen.

Seit der Entkopplung des Schweizer Franken vom Eurokurs ist die Währung der Eidgenossen für Besucher aus Euroländern deutlich teurer geworden. Zahlreiche Skitouristen stornieren daher ihren Urlaub, weil sie eine Kostenexplosion fürchten. Hoteliers und ganze Ferienorte in der Schweiz versuchen bereits, ihre Gäste mit Rabatten vom Urlaub in der Schweiz zu überzeugen. Jetzt plant die Tourismusindustrie weitere Maßnahmen, um auf die Wechselkursturbulenzen zu reagieren.

Schweizurlaub bis zu 15 Prozent teurer

Nachdem der Schweizer Franken vom Eurokurs entkoppelt wurde, war der Wechselkurs zeitweilig um 20 Prozent höher als zuvor. Obwohl sich die Kurse wieder ein wenig angenähert haben, kosten Übernachtungen, Restaurantbesuche, Skipässe laut „Tagesschau.de“ in Euro noch immer rund 15 Prozent mehr als vor einem Monat. Aktuell erhalten Besucher aus dem Euroraum für einen Euro 1,05 Schweizer Franken.

Entwicklung Wechselkurs Euro zu Schweizer Franken

Touristen, die ihren Skiurlaub vor mehr als einem Monat gebucht haben, müssen nun entsprechend neu kalkulieren. Besonders wer das Geld für die Unterkunft noch nicht überwiesen hat, muss jetzt rund 15 Prozent mehr einplanen, um den vereinbarten Preis in Schweizer Franken zu leisten. Doch auch Frühbuchern, die ihren Urlaub bereits bezahlt haben, kann noch ein regelrechter Preisschock drohen. Wenn vor Ort Ski geliehen oder anderweitige Ausgaben getätigt werden, könnte der Blick auf die Abrechnung der Kreditkarte- oder das belastete Girokonto nach dem Urlaub böse Überraschungen bereithalten. Immer mehr Touristen stornieren daher ihre Urlaube in der Schweiz und versuchen kurzfristig in anderen Skiregionen unterzukommen. Für die schweizerische Tourismusbranche stellt dies ein zunehmend großes Problem dar.

Schweizer Maßnahmen gegen den Eurokurs

Zahlreiche Wirte und Hoteliers bieten stornierenden Gästen bereits Rabatte an, um Kunden zu halten. Auch viele Betreiber von Skipisten reagierten schon und vergünstigten Skipässen und Leihgebühren für Wintersportequipment. Sogar ganze Ortschaften ergriffen Maßnahmen, um den im Vergleich zum Schweizer Franken niedrigen Eurokurs auszugleichen. So bietet der Ferienort Grächen im Wallis Touristen einen besonderen Wechselkurs von 1,35 Franken pro Euro, welcher den Kurs vor der Entkopplung der Währung sogar noch unterbietet. Ähnliche Maßnahmen und Sonderregelungen könnten bald im gesamten schweizerischen Raum gelten, denn die Tourismusbranche will noch im Februar flächendeckend auf die Folgen der Entkopplung des Schweizer Franken vom Eurokurs reagieren.

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